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Neue AMD-CPUs doch übertaktbar

In den neuen AMD-CPUs für den Sockel A - Thunderbird und Duron - ist ein Multiplikator eingebaut, der das Verhältnis zwischen interner Taktrate und Systemtakt festlegt. Damit lassen sich die Prozessoren nicht mehr fälschen - aber auch nicht mehr selbst übertakten. Mit speziellen Hauptplatinen soll dies aber doch bald wieder möglich sein.

Wie bei Intel-Chips schon seit längerer Zeit gängige Praxis, ist jetzt auch in AMDs neuem Athlon-Prozessor für den Sockel A (Thunderbird) und seinem kleinen Bruder Duron ein Multiplikator für das Verhältnis zwischen interner Taktrate und Systemtakt fest eingebaut. Damit sollen die CPUs vor Fälschern sicher sein. Der Nachteil: Sie lassen sich vom Anwender selbst auch nicht mehr übertakten - eine beliebte und relativ einfache Methode, um dem Prozessor zu mehr Leistung zu verhelfen.

Der fest verdrahtete Multiplikator lässt sich aber umgehen: Wie der tecChannel berichtet, haben einige Hauptplatinenhersteller - etwa QDI oder Via - bereits angekündigt, Mainboards mit frei einstellbarer Taktfrequenz für Thunderbird und Duron anbieten zu wollen. Auch das im Athlon-Test des tecChannel verwendete Referenz-Board von Via erlaubt eine Wahl des Multiplikators über DIP-Schalter.

Die Gefahr von Prozessorfälschungen ist bei den neuen CPUs trotzdem relativ gering, da AMD die Taktfrequenz mit einem Laser in die Oberfläche des Dies selbst eingebrannt hat. Der Fälscher müsste zuerst direkt am Prozessor Schleifarbeiten durchführen, und dann mit einem teuren Laser-Marker nacharbeiten. (PC-WELT, 09.06.2000, sp)

Neuer Athlon im tecChannel-Test

Athlon schneller als Pentium III (PC-WELT Online, 7.6.2000)

1-GHz-Athlon kostet 990 Dollar (PC-WELT Online, 5.6.2000)

AMD-Billig-CPU Duron: Erste Details (PC-WELT Online, 16.5.2000)

Billig-CPU von AMD (PC-WELT Online, 27.4.2000)

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