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Neue AIM-Bedingungen: AOL rudert zurück

15.03.2005 | 12:54 Uhr |

Der Internet-Dienstleister AOL sorgte mit seiner Änderung der Nutzungsbedingungen für den AOL Instant Messenger für Wirbel. Darin hieß es unter anderem, dass Anwender, die den Dienst nutzen, jedes Recht auf Privatsphäre verlieren. Jetzt reagierte der Konzern - und ändert erneut.

Mit einer Änderung der Nutzungsbedingungen für den Instant Messenger von AOL sorgte das Unternehmen für Wirbel ( wir berichteten ). Besonders eine Passage stieß den Anwendern sauer auf:

"In dem Sie Inhalte über ein AIM-Produkt posten, erteilen Sie AOL, seiner Muttergesellschaft, seinen Tochtergesellschaften, angeschlossenen Unternehmen und Lizenznehmern das unwiderrufliche, dauerhafte und weltweite Recht, diese Inhalte in jedem Medium zu reproduzieren, anzuzeigen, zu verbreiten, anzupassen oder zu bewerben. Sie geben jegliches Recht auf Privatsphäre auf. Sie geben jegliches Recht zur Prüfung und Erlaubniserteilung für die Verwendung der Inhalte auf und verzichten auf Kompensationsleistungen für derartige Nutzungen."

Gerade der Hinweis, auf die nun nicht mehr vorhandene Privatsphäre, ließ bei vielen Anwendern die Alarmglocken schrillen. Jetzt rudert der Konzern wieder zurück, berichtet Cnet . Demnach sei der Satz bezüglich der Aufgabe der Privatsphäre unglücklich formuliert und betreffe nur einen bestimmten Teil, genauer die "Rate-a-Buddy"-Funktion im AIM, so Andrew Weinstein gegenüber dem Nachrichtendienst. Diese Funktion erlaubt es, eigene Bilder zu posten und von anderen Anwendern bewerten zu lassen.

Eine neue, überarbeitete Version der Nutzungsbedingungen soll am Dienstag online gestellt werden. Und diese soll dann laut Weinstein unmissverständlich klare Formulierungen enthalten, um weitere Irritationen zu vermeiden. Des Weiteren soll klar gestellt werden, dass AOL private Kommunikation, die über AIM-Produkte geführt werden, nicht mitgelesen werden.

AOL sichert sich die Rechte an AIM-Postings (PC-WELT Online, 14.03.2005)

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