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Neuartiger Li-Io-Akku vor Überhitzung geschützt

18.12.2006 | 15:11 Uhr |

Das japanische Unternehmen Matsushita hat einen neuartigen Lithium-Ionen-Akku vorgestellt, der Probleme wie bei den zurück gerufenen Sony-Akkus von vornherein verhindern soll. Die Neuentwicklung soll selbst bei einem Kurzschluss nicht überhitzen und somit auch nicht in Brand geraten.

Sonys Akku-Debakel, bei dem weltweit die verschiedensten Hersteller Millionen Einheiten zurück rufen mussten, wird den Konzern geschätzte 432 Millionen US-Dollar kosten. Grund war ein Produktionsfehler, bei dem die Akkus überhitzen und die betreffenden Geräte in Brand setzen konnten. Ein neuartiger Lithium-Ionen-Akku von Matsushita soll gegen derartige Vorkommnisse gefeit sein.

Der neue Akku verfügt laut Hersteller über eine hitzebeständige Isolierschicht innerhalb der Akku-Zelle. Dieser ist neben dem Separator angebracht, der die Anode von der Kathode trennt. Wird dieser Separator beschädigt, führt dies normalerweise zu einem Kurzschluss, in dessen Folge der Akku überhitzt und zuweilen Feuer fängt. Die von Matsushita integrierte Isolierschicht soll genau dies verhindern.

Die Akkus sollen laut Matsushita nicht direkt an Endanwender, sondern in größeren Stückzahlen an Elektronik-Hersteller verkauft werden. Einer Massenproduktion steht derzeit nichts im Weg. Wie viel die neuen Akkus kosten werden, wollte das Unternehmen nicht sagen. Laut Akira Kadota, Sprecher von Panasonic (einer Marke von Matsushita), könnten die Akkus zunächst ein wenig teurer sein, als herkömmliche Modelle. Bei hohen Ordermengen könnten die neuen Akkus aber durchaus auch günstiger sein als die potenziell brandgefährlichen Pendants.

Sonys Q2-Gewinn stürzt über Batterie-Rückruf (PC-WELT Online, 30.10.2006)

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