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Netzwerk für Whistleblower gegründet

13.06.2014 | 05:17 Uhr |

Das Netzwerk Courage will Whistleblower künftig mit rechtlichem Beistand unterstützen. Edward Snowden ist bislang jedoch der einzige Klient der Organisation.

In dieser Woche gaben Unterstützer des ehemaligen CIA-Mitarbeiters Edward Snowden die Gründung eines Netzwerks für Whistleblower bekannt. Das Projekt trägt den Namen Courage (deutsch: Mut) und soll Menschen, die sensible Informationen veröffentlichen, künftig mit rechtlichem Beistand unterstützen.

Sarah Harrison führt Courage an. Die Wikileaks-Mitarbeiterin begleitete Edward Snowden im vergangenen Jahr von Hongkong nach Moskau, wo sie mit dem Whistleblower am Flughafen wochenlang auf die Bestätigung seines Asyl-Antrags wartete.

Snowdens Rechtsstreit mit den US-Behörden, die seine Auslieferung verlangen, wird derzeit auch durch Spenden finanziert. Laut Snowdens deutschem Anwalt Wolfgang Kaleck, belaufen sich die Kosten für den rechtlichen Beistand des Whistleblowers inzwischen auf mehr als 100.000 US-Dollar.

Laut den Courage-Gründern sei Snowden derzeit zwar der einzige Klient der Organisation. Künftig wolle man jedoch auch anderen Informanten helfen. Edward Snowden begrüßt die Idee hinter Courage. In einer Videobotschaft bedankte er sich bei den Gründern für die Unterstützung.

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