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Vernetzung mit POF-Lichtwellenleitern

30.08.2008 | 14:13 Uhr |

Die auf der IFA 2008 erstmals vorgestellte POF-Netzwerkkarte kann per Lichtwellenleiter auf Kunststoffbasis problemlos und Platz sparend mit anderen Geräten verbunden werden.

Die Firma Ratioplast-Optoelectronics aus Lübecke und der niedersächsiche IT-Hersteller Christmann führen auf der IFA 2008 in Berlin erstmals eine POF-Netzwerkkarte vor. Diese erlaubt die Kommunikation mit anderen Computern über einen neuartigen Lichtwellenleiter. Dabei kommen Polymer-optische Fasern zum Einsatz, die im Vergleich zur klassischen Kupfer-Verkabelung deutlich einfacher verlegt werden können. POF-Kabel verfügen über einen viel geringeren Durchmesser und finden so auch unsichtbar unter dem Teppich Platz. Bisher wurden Lichtwellenleiter primär aus Glas gefertigt, diese waren deutlich anfälliger gegen Knicke bei der Verlegung.

Das POF-Kabel bietet zudem einen weiteren Vorteil: Wie am IFA-Stand des Herstellers demonstriert, kann das Kabel mit einem einfachen, rasiermesserartigen Schneidwerkzeug auf die richtige Länge gebracht werden. Eine patentierte Kabelklemme sorgt im Anschluss für den nötigen Kontakt, ein zusätzlicher Stecker ist nicht notwendig. Die beiden Adern des Kabels werden einfach in die Klemme gesteckt und verriegelt. Das auf der IFA ausgestellte Netzwerk mit den POF-Komponenten nutzt sowohl Linux- als auch Windows-Komponenten. Mit zusätzlich angebotenen aktiven Switch-Netzwerkdosen können POF-Netze sogar mit herkömmlichen Netzwerk-Kabeln kombiniert werden.

Auch Zyxel bietet bereits Netzwerkkomponenten mit einer entsprechenden POF-Klemme an. Diese erlauben den Zusammenschluss kleinerer Netze oder mit dem Switch ES-3124F auch den Zusammenschluss von 24 POF-verkabelten Geräten.

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