20.08.2012, 13:07

David Wolski

Netzwerk-Analyse

Backtrack Linux 5 R3 erschienen: Live-System für Sicherheits-Checks

Das neue Backtrack 5 R3 mit Gnome-Desktop. Im Anwendungsmenü sind alle Tools nach Kategorien geordnet. ©David Wolski

Backtrack Linux 5 ist in der dritten Revision erschienen, aktualisiert die mitgelieferten Programme und bringt 60 neue Tools für Sicherheits-Checks, um eigene Netzwerke und Server auf Sicherheitslücken zu testen.
Das Live-System Backtrack Linux 5 R3 basiert auf Ubuntu und offeriert eine der größten Sammlungen an Tools für Sicherheits-Checks und Netzwerkanalyse. Da hier bereits alle Tools und Programme schlüsselfertig eingerichtet sind, ist Backtrack der ideale Begleiter für Pentester, Sicherheitsexperten und Administratoren, die einen gut ausgestatteten Werkzeugkasten brauchen.
 
Backtrack bietet mehr als 300 Einzeltools zum Thema (Un)Sicherheit, Hacking und Pentesting und speziell für die Suche nach Sicherheitslücken im WLAN, Netzwerk und auf Web-Servern. Einige der in diesem Release neu hinzugekommenen Programm sind gerade erst Ende Juli auf der Konferenz DefCon 20 vorgestellt worden. Neu hinzugekommen ist in der Version R3 zudem die neue Kategorie „Physical Exploitation” die eine Umwicklungsumgebung für Arduino bietet, um Embedded-Systeme und Microcontroller mit dem Atmel AVR-Prozessor unter die Lupe zu nehmen.
Live-System auf DVD oder USB-Stick
 
Das Live-System passt auf eine DVD oder auf einen USB-Stick von 4 GB Größe. Nach dem Boot startet Backtrack zunächst in die Kommandozeile. Einen optionalen Gnome-Desktop mit bequemem Zugriff auf viele der vorinstallierten Tools können Sie mit dem Befehl „startx“ aufrufen. Einige Programme weisen eine grafische Oberfläche auf, etwa das Nmap-Frontend Zenmap, Armitage für den Zugriff auf Metasploit und den Netzwerksniffer Wireshark. Die meisten Programme werden jedoch über die Kommandozeile aufgerufen und erfordern etwas Erfahrung mit der Shell. Die wichtigsten, enthaltenen Programme sind Aircrack-NG, Ettercap, Kismet, Wireshark, Nemesis, Metasploit, Rainbowcrack und das OWASP Mantra Security Framework. Eine detaillierte Vorstellung von Backtrack und anderer Live-Systeme dieser Klasse finden Sie im Beitrag „Fünf Live-Systeme für Sicherheits-Checks“.
 
Backtrack liegt in mehreren Varianten vor: Neben dem Gnome-Desktop gibt es auch eine Version mit KDE als Arbeitsumgebung. Außerdem steht Backtrack in allen Ausführungen auch für 64Bit bereit. Alle Versionen finden Sie auf der Projektwebseite von Backtrack als Download und als Torrent.
 
Um das Live-System nicht auf DVD zu brennen, sondern stattdessen auf einem USB-Datenträger einzurichten, eignet sich das Programm Unetbootin. Damit lässt sich Backtrack mit wenigen Klicks auf einen startfähigen USB-Stick transferieren. Als ISO-Datei kann Backtrack auch ohne großen Aufwand in einer Virtualisierungsumgebung wie VMware oder VirtualBox gestartet werden.
 
Rechtlicher Hinweis: Backtrack ist ein typisches Dual-Use-Werkzeug. Sie dürfen es nur zur Untersuchung eigener Computer und zur Analyse von Sicherheitslücken im eigenen Netzwerk verwenden. Der Einsatz von Backtrack gegen fremde Computersysteme und Netzwerke ist in Deutschland nicht legal.
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