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Netzfilter oft wirkungslos

16.02.2001 | 15:57 Uhr |

Wie aus einer US-Studie hervorgeht, sind viele Filterprogramme für Internet-Inhalte nicht zuverlässig. Viele problematische Seiten können die Filter umgehen, während seriöse Inhalte manchmal ausgesperrt werden.

Wie aus einer US-Studie hervorgeht, sind viele Filterprogramme für Internet-Inhalte nicht zuverlässig. Viele problematische Seiten können die Filter umgehen, während seriöse Inhalte manchmal ausgesperrt werden.

Das US-Magazin Consumer Reports wies in seiner gestern veröffentlichten Studie nach, dass rund ein Fünftel aller Seiten mit pornographischen oder gewaltverherrlichenden Inhalten bei Filterprogrammen "durchrutschen". Andererseits würden viele für Jugendliche sinnvolle Seiten blockiert.

Geprüft wurden Cyber Patrol, Cybersitter 2000, Cyber Snoop, Internet Guard Dog, Net Nanny and Norton Internet Security 2001 und AOL's parental controls mit 86 Websites, die sexuelle oder gewaltverherrlichende Inhalte aufweisen.

Des weiteren wurden 53 seriöse Seiten getestet, darunter eine Website mit Drogeninformationen vom National Institutes of Health. Am erfolgreichsten erwies sich die AOL-Software, allerdings verhinderte auch diese den Zugang zu vielen seriösen Seiten.

Jeff Fox, der verantwortliche Herausgeber des Consumer Reports sieht die Ursachen für das Versagen der Filterprogramme darin, dass das Problem entweder nicht zu lösen und das Web zu dynamisch sei, oder dass die Entwickler nicht genügend Einsatz investieren würden.

Problematisch ist die Sache in den USA besonders deshalb, da ein neues Gesetz solche Filterprogramme für Schulen und Bibliotheken in Zukunft vorschreibt. (PC-WELT, 16.02.2001, hc)

Filterkiller gratis (PC-WELT Online, 20.12.2000)

US-Zensur auf deutschen Seiten (PC-WELT Online, 08.12.2000)

`Big Brother`-Internetseite gesperrt (PC-WELT Online, 06.12.2000)

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