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Netzbetreiber subventionieren Notebooks mit HSDPA-Zugängen

Notebooks soll es ab Sommer 2006 für einen Euro im T-Punkt geben - inklusive mobilem HSDPA-Breitband für knapp 70€ im Monat.

Nach T-Mobile kündigte Vodafone heute an, das auf UMTS-Netze zugeschnittene Speed-Upgrade HSDPA noch in der ersten Jahreshälfte seinen Kunden zugänglich machen zu wollen. Wie der Marktführer setzt der unerbittliche Verfolger auf Businesskundschaft, was Konsequenzen fürs Hardwareangebot nach sich zieht.

Sowohl T-Mobile als auch Vodafone wollen neuen Kunden den mobilen Breitbandzugang mit subventionierten Notebooks schmackhaft machen. Vodafone arbeitet mit Markenherstellern wie Dell oder Lenovo (vormals IBM) zusammen, die demnächst tragbare PCs mit integrierten UMTS-Chips für den Netzbetreiber produzieren wollen. T-Mobile kooperiert hingegen wie bereits angekündigt mit Fujitsu Siemens, deren Notebooks im Bundle mit den neuen HSDPA-fähigen web'n'walk-PCMCIA-Karten bereits für einen Euro(!) in ausgewählten T-Punkten erhältlich sein werden. Hierfür bietet T-Mobile einen neuen Tarif an: "DataConnect Laptop" wird in Verbindung mit der Datenoption " web'n'walk XL " zum Monatsgesamtpreis von 69,- zzgl. Tagesnutzungsgebühr und inklusive Notebook angeboten werden.

Vodafone präsentierte im Gegenzug heute die neue Tarifoption WebConnect Fair Flat National, die zu einem monatlichen Festpreis von 49,30 Euro fast die unbegrenzte Nutzung des neuen HSDPA-Netzes ermöglicht (max. 5GB/Monat, danach 50 Cent/MB). Rechnet man die Kosten für Telefon- und DSL-Anschluss sowie die Gebühren für eine DSL-Flatrate im T-Com-Netz zusammen, kostet der Vorteil der Mobilität im Vodafone-Netz damit nicht deutlich mehr als ein entsprechendes Festnetzangebot.

HSDPA ist mit 1,8MBit/s (ca. 1,4MBit/s in der Praxis) unter anderem für Businessanwendungen prädestiniert und übertrifft dank geringerer Latenz (schnelleren Antwortzeiten im Netz) die Leistung von herkömmlicher UMTS-Netztechnik bei weitem. T-Mobile hat nach eigenen Angaben heute bereits über zwei Drittel seines UMTS-Netzes mit HSDPA-Technologie aufgerüstet, Vodafone verlautbarte über den Ausbau seiner 1800 UMTS-Standorte bislang keine offiziellen Zahlen. Als größter deutscher UMTS-Anbieter (man zählt 1,5 Millionen Kunden, davon 200.000 Laptopcard-Nutzer) dürfte Vodafone relativ gesehen etwas länger benötigen als die Telekom. Ist eine Mobilfunkzelle noch nicht für den HSDPA-Empfang ausgerüstet, fallen die Endgeräte automatisch auf UMTS oder GPRS zurück.

Vodafone wagt auf der CeBIT auch einen Blick in die Zukunft, denn die HSDPA-Technik ist noch längst nicht ausgereizt. Im Labor erzielt der Netzbetreiber eine maximale Übertragungsrate von 10MBit/s - 8x schneller als das heute startende Speed-Upgrade - über ein auf der CeBIT zu besichtigendes Demonstrationsnetzwerk.

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