226452

Point of View Mobii ION miniPC Sydney im Test

15.01.2010 | 13:46 Uhr |

Der Point of View Mobii ION miniPC Sydney verwendet bewährte Nettop-Hardware und ist günstig. Dafür hat er aber Schwächen bei Ausstattung und Betriebsgeräusch.

Point of View Mobii ION miniPC Sydney: Anschlüsse hinten
Vergrößern Point of View Mobii ION miniPC Sydney: Anschlüsse hinten
© 2014

Point of View war bislang überwiegend als Grafikkarten-Hersteller in Erscheinung getreten. Nun stellt das Unternehmen auch Netbooks und Nettops her. Der Point of View Mobii ION miniPC Sydney verfügt über eine Intel-Atom-CPU mit zwei Kernen sowie Nvidias ION-Chipsatz und kostet rund 250 Euro. Damit bringt er die besten Voraussetzungen für einen leistungsfähigen Mini-PC mit - im Test konnte er allerdings nicht in allen Disziplinen überzeugen.

Ausstattung: Der Intel Atom 330 Dual-Core hat eine Taktfrequenz von 1,6 GHz und ist momentan einer der leistungsfähigsten Prozessoren für Netbooks und Nettops. Nvidias ION-Chipsatz mit integrierter Grafikeinheit ist dazu in der Lage, Full-HD-Videos wiederzugeben. Unser Testgerät war allerdings nur mit einem DVD-Brenner ausgestattet, Piont of View bietet aber auch eine Modellvariante mit Blu-Ray-Laufwerk an.

Point of View Mobii ION miniPC Sydney: Ergebnis unter PC Mark 05
Vergrößern Point of View Mobii ION miniPC Sydney: Ergebnis unter PC Mark 05
© 2014

Ein echter Ausstattungsschnitzer ist der fehlende Speicherkartenleser, der bei Nettops heutzutage bereits zum Standard gehört. Besser sieht es bei den Schnittstellen aus: Acht USB-Buchsen, eSATA, HDMI, DVI, VGA sowie zwei S/P-DIF-Ausgänge sind vorhanden. Die Festplattenkapazität ist mit 320 Gigabyte für diesen Preis in Ordnung, Point of View spendiert dem Mobii ION miniPC Sydney zwei Gigabyte Arbeitsspeicher.

Point of View Mobii ION miniPC Sydney: laute Lüfter und knatternde Festplatte
Vergrößern Point of View Mobii ION miniPC Sydney: laute Lüfter und knatternde Festplatte
© 2014

Tempo: Im Vergleich mit anderen ION-Nettops liegt der Point of View Mobii ION miniPC Sydney mit 1407 Punkten im Benchmark 3D Mark 06 eher im unteren Bereich. Der Zotac MAG HD-ND01 liegt hier momentan mit 1540 Punkten an der Spitze. Unter PC Mark 05 ist das Ergebnis schon besser: Mit 2571 Punkten erzielte der der Point of View Mobii ION miniPC Sydney nach dem Atelco 4media! Nvidia ION + Zotac Atom Mini-ITX das zweitbeste Ergebnis unter den ION-Nettops. Als Medienwiedergabegerät ist der Nettop von der Leistung her also gut geeignet.

Ergonomie: Der Energieverbrauch des Point of View Mobii ION miniPC Sydney ist vergleichbar mit anderen ION-Nettops, allerdings messbar höher als bei Nettops mit GMA-Chipsatz und Single-Core-Atom. Im Desktop-Modus haben wir 30,2 Watt gemessen, unter Last waren es maximal 52,8 Watt.

Point of View Mobii ION miniPC Sydney: gute Leistung, aber zu laut
Vergrößern Point of View Mobii ION miniPC Sydney: gute Leistung, aber zu laut
© 2014

Die größte Schwäche offenbarte der Point of View Mobii ION miniPC Sydney im Test bei der Lautstärkemessung. Das Rauschen der Lüfter und Knattern der Festplatte ist störend: Bis zu 33,4 dB(A) unter Last haben wir ermittelt. Das darf bei einem Nettop nicht passieren, zumal Konkurrenten wie der Acer Aspire R3600 Revo hier mit 19,5 dB(A) fast unhörbar säuseln.

Fazit: Die Rechenleistung des Point of View Mobii ION miniPC Sydney ist mit anderen ION-Nettops vergleichbar und die Schnittstellenausstattung kann sich sehen lassen. Damit wäre der Point of View Mobii ION miniPC Sydney an sich ein empfehlenswertes Medienabspielgerät. Enttäuschend ist aber das laute Betriebsgeräusch und auch für den fehlenden Kartenleser gab es Punktabzug.

Alternativen: Die beiden Konkurrenten Acer Aspire R3600 Revo und Acer Aspire R3610 Revo arbeiten deutlich leiser, haben aber kein optisches Laufwerk.

Varianten: Point of View Mobii ION miniPC Sydney mit Intel Atom 230
Point of View Mobii ION miniPC Sydney mit Blu-Ray-Laufwerk

0 Kommentare zu diesem Artikel
226452