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Video-Streaming-Dienst

Netflix sperrt VPNs und Proxies aus

15.01.2016 | 10:08 Uhr |

Bisher hat Netflix die Umgehung der Ländersperren über VPNs und Proxies toleriert. Damit ist nun Schluss.

Erst kürzlich hatte Netflix sein Angebot um weitere 130 Länder auf nunmehr 190 Länder erweitert und ist damit nun nahezu weltweit verfügbar. Passend dazu hat Netflix nun angekündigt, aktiv die Nutzung des Dienstes über Proxies und VPNs unterbinden zu wollen.

Bisher konnten Nutzer, die beispielsweise in Ländern ohne Netflix-Angebot lebten, über die Verwendung von Proxies und VPNs den Netflix-Dienst dennoch nutzen. Attraktiv war dieser Trick auch bei Nutzern, die etwa auf das US-Angebot von Netflix zugreifen wollten.

Der Umgehung der Ländersperren setzt Netflix nun ein Ende, wie das Unternehmen in einem Blog-Eintrag ankündigt. In den kommenden Wochen werde die Proxy- und VPN-Erkennung stark verbessert. Dadurch werde sichergestellt, dass die Nutzer nur die Inhalte bei Netflix sehen, die in dem Land, in dem sich aktuell aufhalten, auch verfügbar sind.

In dem Blog-Eintrag äußert Netflix auch erneut den lang gehegten Wunsch, für Filme und TV-Serien von den Rechteinhabern grundsätzlich weltweit gültige Lizenzen erhalten zu dürfen. Bisher ist dies nicht der Fall. Der Vorteil wäre, dass Netflix allen seinen Nutzern weltweit immer die gleichen Inhalte anbieten könnte. Nachdem dies bisher nicht möglich sei, so Netflix, respektiere das Unternehmen die Lizenzierung der Inhalte nach geographischem Standort und achte fortan verstärkt darauf, dass die Regeln auch eingehalten werden. Spannend wird die Frage, ob die neuen Maßnahmen von Netflix nicht doch umgangen werden können. Das wird sich dann in den kommenden Tagen und Wochen zeigen.

Ob auch Amazon Prime ein VPN-Verbot erlassen und durchsetzen will, ist bis dato nicht bekannt.

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