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Windows 7 wird die Chance für Linux

03.04.2009 | 12:27 Uhr |

Windows 7 sei für Linux eine Riesen-Chance. Mit dieser provokanten Aussage reizt der südafrikanische Millionär, Weltraumtourist und Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth Microsoft. Die Begründung dürfte manchen überraschen.

Für Shuttleworth entscheidet den Betriebssystem-Markt die Frage , welches OS sich auf der nächsten Milliarde PCs durchsetzt, die bisherigen Marktanteile würde hierbei kaum eine Rolle spielen. Und bei der Beurteilung der kommenden Entwicklung hätten Ubuntu und andere Linux-Distributionen nach Shuttleworths Meinung gute Chancen.

Der Ubuntu-Gründer räumt durchaus ein, dass Linux bisher auf dem Desktop keine große Rolle spiele (im Unterschied zum Server- und Embedded-Bereich). Doch die Ansprüche, die die Anwender an das Deskop-Betriebssystem stellen würden, ändern sich seiner Meinung nach. Entscheidend sei laut Shuttleworth, dass es für viele PC-Besitzer künftig nicht mehr darauf ankäme, dass Microsoft Office perfekt auf ihrem Betriebssystem laufe. Damit würde ein wesentliches Argument für Windows wegfallen.

Zudem sei Ubuntu bestens für den Einsatz auf Netbooks vorbereitet, besonders das kommende Ubuntu 9.04 sei für die schlanken Mini-Notebooks optimiert . Zusammen mit dem klassischen Ubuntu für den Desktop und der entsprechenden Serverversion wird eine neue Ausgabe von Ubuntu Linux Remixed erscheinen. Diese Ubuntu-Variante ist speziell für Netbooks optimiert. Unter anderem wird bei Ubuntu Remixed der Window-Manager anders gelöst sein. Da der Netbook-Markt stark wächst und Analysten auch für die Zukunft einen Boom bei den Netbooks voraussagen, sieht Shuttleworth darin einen wesentlichen Vorteil für Linux.

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