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Neue Atom-Notebooks kosten meist unter 183 Euro

10.03.2008 | 15:44 Uhr |

Kaum hat Intel seine neue Atom-Prozessoren-Familie vorgestellt, schon befinden sich über 25 mit Atom-CPUs bestückte Mini-Notebooks in der Entwicklung. Sie sollen in der Regel nicht mehr als 183 Euro kosten.

Mit "Atom" hat Intel eine neue Strom sparende Prozessorenfamilie für besonders preiswerte mobile Geräte vorgestellt. Die einst unter den Codenamen "Silverthorne" und "Diamondville" entwickelten Chips sollen unter anderem in einer neuen Klasse von Mini-Computern ( Mobile Internet Devices - MID ) stecken, die zwischen Notebook und Handy angesiedelt sind (ein typischer Vertreter dieses neuen Marktsegments ist der Asus EEE PC, der allerdings noch keine Atom-CPU besitzt).

Intel nennt diese Notebook-Größe Netbooks . Als typische Käufer werden PC-Einsteiger besonders in Dritte-Weltstaaten und PC-Besitzer, die ein Zweitgerät suchen, gesehen. Die Atom-Prozessoren bieten nicht die Rechenleistung konventioneller CPUs, für Internetnutzung, Mails und einfache Büroarbeiten reicht deren Rechenleistung aber völlig aus.

Diese neue Prozessoren-Familie rennt bei den Hardware-Herstellern offensichtlich offene Tore ein, mehr als 25 Modelle sollen bereits entwickelt werden, wie aus asiatischen Herstellerkreisen zu erfahren war. Die meisten dieser Netbooks dürften LCDs mit sieben bis zehn Zoll Bildschirmdiagonale haben. Neben herkömmlichen Festplatten dürften besonders Solid-State-Speicher zum Einsatz kommen. Die Akku-Laufzeit der neuen Winzlinge dürfte in der Regel zwischen drei und fünf Stunden Betrieb liegen.

Als Betriebssysteme dürften bevorzugt Windows XP und besonders Linux Verwendung finden, das relativ ressourcenhungrige Vista dürfte auf diesem Sektor dagegen eine Seltenheit bleiben, wie Marktbeobachter vermuten. Damit könnte der 30. Juni 2008 ein spannendes Datum werden. Nach diesem Datum will Microsoft nämlich keine neuen Windows XP-Lizenzen mehr verkaufen. Analysten vermuten deshalb, dass Microsoft für Netbooks hier eine Ausnahme machen könnte, Microsoft hat dies aber noch nicht bestätigt.

Die Preise für die neuen Mini-Notebooks auf Atom-Basis sollen sich zwischen 250 (152,50 Euro) und 300 US-Dollar (183 Euro) bewegen. Einige wenige, besser ausgestattete Modelle sollen bis zu 350 Dollar ( 213,51 Euro) kosten. Die ersten Geräte sollen Mitte 2008 auf den Markt kommen, wobei es noch keine Aussagen zum Verkaufsstart in Mitteleuropa gibt.

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