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Microsoft und Samsung zeigen robusten Kinder-PC

04.03.2010 | 13:31 Uhr |

Microsoft und Samsung haben offensichtlich eine neue Käufergruppe entdeckt: Eltern mit Kindern. Denn beide Unternehmen haben auf der CeBIT einen speziellen PC für Kinder vorgestellt, der besonders auf die Bedürfnisse der Kleinen abgestimmt sein soll.

Der neue Kinder-PC auf der CeBIT 2010
Vergrößern Der neue Kinder-PC auf der CeBIT 2010
© 2014

Der „Kinder-PC“ soll besonders die Bedürfnisse von 6- bis 13jährigen Kindern ausgerichtet sein. Die Bezeichnung Kinder-PC ist allerdings irreführend, es handelt sich nämlich nicht um einen Desktop-PC, wie man zunächst denken könnte, sondern um ein Netbook. Genauer gesagt um ein Samsung-Netbook, das robuster gebaut wurde, um dem harten Kinder-Alltag standhalten zu können. So bekam es beispielsweise einen verstärkten Rahmen und ein entspiegeltes Display.

Außerdem packte Microsoft spezielle Software auf das Netbook, zum Beispiel einen Kindermessenger, ein Online-Lerncenter und die von Windows 7 her bekannte Kindersicherung , mit der Eltern die Nutzung des Kinder-PCs reglementieren können. Zum Verkaufsstart und zum Preis äußerten sich weder Microsoft noch Samsung.

Der Kindermessenger von Microsoft
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Um einen Rechner in einen Kinder-PC zu verwandeln, ist aber keinesfalls eine kostenpflichtige Lösung oder ein eigens angeschafftes Kinder-Netbook erforderlich. Nehmen Sie einfach ein älteres Notebook oder einen älteren Rechnern, den Sie nicht mehr benutzen, und installieren Sie darauf Gcompris . Gcompris ist eine kostenlose Sammlung von kindgerechter Software für Kinder ab zwei Jahren.

Der neue Kinder-PC auf der CeBIT 2010: Software
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Das Softwarepaket enthält sowohl einfache Memory-Spiele für Kindergartenkinder als auch anspruchsvolle Lernsoftware für Schulkinder. Insgesamt sind es rund 100 verschiedene Aktivitäten für Spaß und Lernen. Die kostenlose Windows-Version enthält allerdings nicht alle für Gcompris verfügbare Programme; wer das Komplett paket für Windows möchte, muss einen kleinen Obolus entrichten.

Der neue Kinder-PC auf der CeBIT 2010
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Sie können aber auch das vollständige Gcompris-Paket jederzeit kostenlos herunterladen und installieren. Dann müssen Sie sich nur für die Linux-Variante entscheiden. Am einfachsten geht das auch für Nicht-Linux-Anwender mit der gratis erhältlichen Linux-Distribution Edubuntu . Diese spezielle Ubuntu-Variante für Kinder und Schüler enthält nicht nur das vollständige Gcompris sondern darüber hinaus noch viele andere kind- und schülergerechte Programme. Edubuntu ist zudem sehr ressourcenschonend und läuft flott auch auf älteren Notebooks. Die umfassende Sicherheit vor Viren und Würmern gibt es bei einem Linux-Betriebssystem wie Edubuntu systembedingt kostenlos mit dazu.
Tipp : Neben Edubuntu gibt es noch einige weitere speziell auf die Interessen von Kindern abgestimmte Linux-Distributionen , beispielsweise Juxlala und Lerntux.

In unserer Bildergalerie können Sie sich einen Eindruck von Edubuntu mit Gcompris, von Juxlala und Lerntux verschaffen:

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