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Negative Amazon-Bewertung: Händler will 70.000 Euro Schadensersatz

24.04.2014 | 12:30 Uhr |

Ein Mann war unzufrieden mit der bei Amazon bestellten Ware und gab eine negative Bewertung ab. Jetzt fordert der Händler vom Käufer einen Schadensersatz von 70.000 Euro.

Ein Mann aus Großaitingen (Landkreis Augsburg) hat im Sommer 2013 einen Händler auf Amazon negativ bewertet. Davon war der betreffende Händler wenig begeistert. Vor Gericht fordert der Händler nun einen Schadensersatz in Höhe von 70.000 Euro. Das berichtet die Augsburger Allgemeine.

Der Streit flammte auf, nachdem der Beklagte im Juni 2013 ein Fliegenschutzgitter auf Amazon von dem Händler bestellte. Nach Darstellung des Mannes ließ sich das Gitter mit der beiliegenden Anleitung nicht richtig montieren. Am 3. Juli 2013 gab der Käufer dann schließlich auf Amazon eine negative Bewertung über den Händler ab. Der Händler gibt an, aufgrund der negativen Bewertung von Amazon gesperrt worden zu sein, wodurch ihm um die 50.000 Euro an Gewinn entgangen seien. Hinzu kämen dann noch Kosten für weitere Schäden und Anwaltskosten. Unterm Strich also um die 70.000 Euro.

Der Anwalt des Beklagten hält es laut dem Bericht für unwahrscheinlich, dass sein Mandant den Prozess verliert. So sei einerseits unklar, ob die negative Bewertung tatsächlich zur Schließung des Händlerkontos bei Amazon geführt habe. Andrerseits gehe es hier auch um die freie Meinungsäußerung.

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