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Navigationsgeräte werden zu mobilen Reiseführern

17.03.2007 | 12:24 Uhr |

Die Navigationstechnik stößt zunehmend in neue Bereiche vor und wird zum mobilen Reiseführer. Auf der diesjährigen CeBIT wurde ein Gerät präsentiert, welches die passenden Reiseinformationen und Audiobeiträge zu den wichtigsten touristischen Highlights gleich mitliefert.

Einzig der veranschlagte Preis von 600 bis 900 Euro dürfte das Reisevergnügen ein wenig trüben. Ein Symbol für den Trend zum mobilen Begleiter ist das Gerät jedoch allemal. Immer mehr Mobiltelefone - ob Nokia oder BlackBerry - werden gleich mit GPS-Chips versehen. Den Großteil des Marktes machen aber immer noch die klassischen Navigationsgeräte aus.

Ebenfalls eine herausragende Rolle spielen auf der diesjährigen CeBIT neue Telematik-Technologien, von denen sich Experten eine Erleichterung der Verkehrs-Koordinierung erhoffen. Der Güterverkehr in Europa wird nach den Berechnungen des Bundesverkehrsministeriums bis zum Jahr 2020 um 45 Prozent zunehmen. Auch das europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo, dessen Start für 2011 geplant ist, soll zur besseren Steuerung der Verkehrsströme dienen. Derzeit wird die Konkurrenz zum amerikanischen GPS-System jedoch noch durch einen Streit zwischen den europäischen Partnern blockiert.

“Telematik ist die Technologie der Zukunft“, sagt Prof. Hans-Peter Krüger vom Interdisziplinären Zentrum für Verkehrswissenschaften in Würzburg. Ihn beschäftigt vor allem die Frage, wie Autofahrer mit der neuen Technik zurechtkommen. „Wir beschäftigen uns mit der Schnittstelle zwischen Mensch und Fahrzeug“, erklärt Krüger seinen Forschungsbereich. Der Fahrer müsse verstehen, was die Maschine tut – „und, vor allem, was sie nicht tut.“

Da vor allem in die Infrastruktur zukünftig einige Milliarden Euro investiert werden müssen, bleibt diese Technik eine Kostenfrage. „Auch auf den Autofahrer werden mit Sicherheit höhere Kosten zukommen“, so Krüger. Die baldige Einführung der neuen Technologien steht für den Experten aber außer Frage, da das hohe Verkehrsaufkommen in Zukunft nicht mehr anders zu steuern sei.

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