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TomTom verkauft Geschwindigkeits-Daten an die Polizei

Donnerstag den 28.04.2011 um 17:38 Uhr

von Denise Bergert

Navi-Hersteller TomTom hat Geschwindigkeits-Daten seiner niederländischen Kunden an die Polizei weitergegeben. Die Behörden wollten damit die perfekten Standorte für Radarfallen ermitteln. Bei den Endkunden sorgte dieser Deal jedoch für heftige Kritik. TomTom entschuldigte sich heute in einem offenen Brief.
TomTom hilft der Polizei beim Aufstellen von
Radarfallen
Vergrößern TomTom hilft der Polizei beim Aufstellen von Radarfallen
© http://www.tomtom.com

In den Niederlanden hat der Navigations-Geräte-Hersteller TomTom einen Deal mit der Polizei geschlossen. Das Unternehmen gab die durch seine Navis gesammelten Geschwindigkeits-Daten an die Behörden weiter, angeblich, um den Verkehr sicherer zu machen. Das beteuert zumindest TomTom-Chef Harold Goddijn heute in einem offenen Brief an die aufgebrachten Endkunden. Die gesammelten Geschwindigkeiten sowie die zugehörigen Orte wollte die niederländische Polizei jedoch dazu nutzen, die perfekten Standorte für Radarfallen zu ermitteln. Dieses Vorgehen löste bei den TomTom-Kunden eine Protestwelle aus.

TomTom rudert nun zurück und entschuldigt sich öffentlich bei den verärgerten Navi-Käufern. Laut Harold Goddijn seien alle Daten anonym an die Behörden übermittelt worden und die Lizenzbestimmungen von TomTom würden solche Vereinbarungen in Zukunft unterbinden. Der Firmenchef zeigte sich überrascht, von den Reaktionen seiner Kunden.

Aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs, die mit entsprechenden Apps ebenfalls als Navi genutzt werden können, schrumpft der Markt für die klassischen Reisebegleiter immer weiter. Laut TomTom ist allein in diesem Jahr mit einem Rückgang von 15 Prozent zu rechnen. Navi-Anbieter müssen sich also nach neuen Nischen umsehen, die TomTom in einer Kooperation mit den Behörden gefunden zu haben glaubte.

Donnerstag den 28.04.2011 um 17:38 Uhr

von Denise Bergert

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (15)
  • magiceye04 17:14 | 30.04.2011

    Lass mich raten: mit dem Ei-Päd getippt?

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  • EBehrmann 16:18 | 30.04.2011

    TomTom hat ja gar nicht geschnüffelt, die Daten haben die. TomZom Nutzer freiwillig zur Verfügung gestellt, nur hatTomTom die Daten für andere Zwecke gebraucht, las sie angegeben hatten.

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  • deoroller 14:20 | 30.04.2011
  • kingjon 02:35 | 30.04.2011

    Zitat: magiceye04
    Das sind ja offenbar die Gefahrenstellen und es würde allen gut tun, wenn die Raser genau an diesen Stellen langsam fahren.


    Ich finde es gut wenn hirnlosen Rasern das Handwerk gelegt wird und mit mehrmonatigen Strafen belegt werden!
    Ich bin ganz gewiss kein langsamer Fahrer, aber nur an Stellen wo es erlaubt und gefahrlos möglich ist.

    Gruß kingjon

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  • nellihexe 19:37 | 29.04.2011

    tomtom Daten



    Hallo

    was soll das schimpfen wegen der Übermittlung der Daten an die Bullizei !??
    Haben wir doch Geräte gekauft die das können !
    Die Google und live suche ist eine gute Sache und nützlich .
    Habe aber einen Vorschlag :
    Es würden doch richtig Euros sparen wen Tom Tom unsere Geschwindigkeit
    Überschreitung direkt an die Polizei oder noch besser an die zuständigen Eintreiberkassen sendet,
    Wir sind doch mit unseren Geräten alle mit Adresse.Mail u.s.w. Registriert
    Würde doch irgenwie viel Euros sparen oder !!!
    Es ist wieder eine Sache zum dummen Volk durchgedrungen

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