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TomTom lässt iPhone & Co links liegen

04.07.2010 | 15:43 Uhr |

TomTom will sich auch in Zukunft voll und ganz auf eigene Navigationslösungen für Kraftfahrzeuge konzentrieren.

"Die Nutzung von Navigationssoftware in Smartphones unterscheidet sich deutlich von einem eigenen Navigationsgerät. Während Smartphone-User Navigationssoftware eher gelegentlich verwenden, erwarten sich TomTom-Kunden Navigationslösungen in einem eigenen Gerät, das sich auf das konzentriert, was es kann - und zwar navigieren", sagt TomTom-Sprecherin Sarah Schweiger im Gespräch mit pressetext. Es gibt daher auch von Seiten TomToms derzeit keine Bestrebungen, Entwicklungen der Konkurrenz, die etwa mit einer Kombination aus Smartphone und Navigation aufwarten, nachzueifern. "Die Bedeutung von eigenen Navigationsgeräten im KFZ wird bleiben", zeigte sich Schweiger überzeugt. Zwar wird es weiterhin natürlich Software-Lösungen für Smartphones von TomTom geben. Die Konzentration der Neuentwicklungen liegt aber derzeit eindeutig auf den eigenen Navi-Lösungen.

Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass es aktuell für neue Entwicklungen, wie es etwa das iPad darstellt, noch keine Lösung von TomTom gibt. "Wir denken natürlich darüber nach, auch für diese Geräte TomTom-Software zur Verfügung zu stellen, können aber aktuell noch nicht sagen, wann dies der Fall sein wird". Eine Lösung für Android-basierte Smartphones ist ebenfalls nicht in Sicht.

Parallel zu den aktuellen Entwicklungen präsentierte TomTom mit dem Go 1000 Traffic ein neues Gerät, das im Spätsommer im deutschsprachigen Raum erhältlich sein soll. Zu welchem Preis ist jedoch derzeit noch nicht bekannt. Ein Einschub für eine SIM-Karte ist in dem Gerät nicht vorgesehen, weshalb der Einsatz für TomTom-Live-Services wie etwa TomTom HD-Traffic nicht geeignet ist.

Für Kunden in Österreich heißt es in Bezug auf diese Live-Dienste jedoch noch "bitte warten". Das Service, das bereits in den Niederlanden, Deutschland, der Schweiz und vier weiteren Ländern Europas verfügbar ist, kann aufgrund nicht vorhandener Vertragsabschlüsse mit Österreichs Mobilfunker noch nicht angeboten werden. Sie ermöglichen die Echtzeitverbindung des Geräts zu den neuesten Routeninformationen wie Verkehrsinformationen und lokale Suche mit Google.

Die wirtschaftlich herausfordernden Zeiten machten auch im Jahr 2009 vor TomTom nicht halt. Der Markt für Navigationslösungen in Europa brach 2009 ein. So wurden beispielsweise in Deutschland nur noch 3,8 Mio. Stück verkauft (2008: 4,1 Mio. Stück). "Im aktuellen Jahr merken wir jedoch bereits wieder einen Aufschwung und können für das erste Quartal bereits bessere Zahlen melden als im ersten Quartal 2008", berichtet Rudolf Mayrhofer-Grünbühel, Country Sales Manager von TomTom in Österreich.

(pte)

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