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Garmin denkt über Rückzug aus dem Smartphone-Geschäft nach

13.09.2010 | 16:17 Uhr |

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters sagte Garmin-Finanzchef Kevin Rauckman, dass sein Unternehmen über einen Rückzug aus dem Smartphone-Geschäft nachdenkt. Grund sei die schwache Umsatzentwicklung im Frühjahr 2010.

Garmin konnte mit den Smartphones der Nüvifone-Reihe nur 27 Millionen US-Dollar umsetzen. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum erwirtschaftete Apple mit dem iPhone einen Umsatz von 5,33 Milliarden US-Dollar.

Man werde sich die weitere Entwicklung sehr genau anschauen, so Rauckman. Sollte sich in den nächsten sechs Monaten eine deutliche Verbesserung bei den Verkäufen der Navigationshandys einstellen, sei man durchaus gewillt, die Bemühungen zu verdoppelt. Andernfalls werde das Unternehmen keine weiteren Handys produzieren.

Das erste Nüvifone wurde bereits Anfang 2008 vorgestellt, allerdings sorgten zahlreiche Verzögerungen dafür, dass die ersten Navigationshandys Nüvifone M10 und A50 in Deutschland erst mehr als zwei Jahre später auf den Markt kamen.

Die Nüvifones dürften sich schlecht verkaufen, weil die modernen Smartphones der Konkurrenz problemlos zum Navi-Ersatz gemacht werden können. Dafür bieten zahlreiche Unternehmen günstige Onboard-Navigationsprogramme an und Marktriesen wie Nokia und Google stellen ihre Navigation Ovi Karten und Google Maps sogar kostenlos zur Verfügung . Davon ist auch das Kerngeschäft von Garmin betroffen, das Unternehmen schätzt, dass es in diesem Jahr 10 Millionen Navigationsgeräte weniger verkaufen wird.

Lesetipp: Garmin Nüvifon A50 im Test

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