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Native und bessere Apps für die Apple Watch

09.06.2015 | 09:19 Uhr |

Mit Version 2 des WatchOS können Entwickler native Apps für die Apple Uhr schreiben. Das gibt auch Anwendern mehr Freiheiten

Das Betriebssystem für die Apple Watch hat einen eigenen Namen und wird als WatchOS 2 zahlreiche Verbesserungen bringen. Zunächst für die Entwickler, die eigenständige Apps für die Uhr schreiben können (bislang war dies Apple vorbehalten) und ab Herbst für die Anwender, die ihre Apple Watch wesentlich unabhängiger vom iPhone einsetzen können und Apps wie Uhr deutlich stärker an persönlichen Vorlieben ausrichten können.

Ein Schritt in Richtung "Freiheit" ist, dass sich die Apple Watch künftig auch via Wi-Fi mit dem iPhone verbinden kann. Das vergrößert den Aktionsradius von Anwendern deutlich, etwa wenn sie sich zu Hause oder in einem Firmennetz bewegen, weil trotzdem Daten auf der Uhr mit ihrem iPhone abgeglichen werden. Zweiter Vorteil der neuen Apps ist, dass sie nicht mehr alle Daten vom iPhone laden müssen und dadurch deutlich schneller laden.

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Da die Entwickler mit WatchOS 2 besseren Zugriff auf die Hardware haben, können sie die digitale Krone, den Herzfrequenzsensor, das Mikrofon oder die Taptic Engine zur Steuerung ihrer Apps nutzen. Vor allem die Krone wird das Scrollen oder Bewegen von Schiebereglern komfortabler machen, über die Taptic Engine können Apps eigene Alarmtöne und mehr versenden. Über das Mikrofon der Apple Watch werden auch nicht Apple-Apps künftig Kommentare aufnehmen und über die Lautsprecher der Apps wieder abspielen können.

Der Screen der Uhr wird deutlich aufgewertet. Optisch durch die Zeitraffer-Videos die Apple zu diversen Städten in der Uhr anbietet, durch neue Zifferblätter und durch die Möglichkeit, eigene Fotos hinter das Zifferblatt zu legen. Da jetzt auch Drittanbieter über das ClockKit Komplikationen auf das Zifferblatt der Apple Watch schicken können, kann sich jeder Anwender wichtige Informationen aufs Zifferblatt schicken lassen. Bislang war auch dieses nur Apple Apps vorenthalten.

Zeitraffervideos von ausgewählten Städten zieren ab Herbst das Zifferblatt
Vergrößern Zeitraffervideos von ausgewählten Städten zieren ab Herbst das Zifferblatt
© Apple

Eines der Highlights von WatchOS 2 dürfte die Funktion "Time Travel" sein, mit der Anwender über die Krone in der Zeit nach vorne spulen können um sich Informationen zu künftigen Terminen oder über das Wetter des nächsten Tages oder am Wochenende anzusehen.

Eine weitere Verbesserung hat Apple an den Funktionen zur Kommunikation vorgenommen. Statt bisher nur 12 Freunde auswählen zu können, lassen sich nun Sets anlegen (Arbeitskollegen, Freunde aus der Band oder Familie) und ihnen direkt auf der Uhr Freunde zuordnen. Facetime-Anrufe lassen sich künftig über die Apple Watch beantworten, Emails beantworten oder Kontakte Telefonnummern zuweisen. Selbst die Zeichnungen, die sich Besitzer von Apple Watches schicken können, werden ab Herbst nochmal hübscher werden, da sie bunt werden.

Mit WatchOS 2 ist die Zahl der Freunde direkt auf der Apple Watch erweiterbar.
Vergrößern Mit WatchOS 2 ist die Zahl der Freunde direkt auf der Apple Watch erweiterbar.

Im Zusammenspiel mit iOS 9, das Apple ebenfalls angekündigt hat, erweitert sich das Spektrum durch die Apple Watch ebenfalls, beispielsweise durch die Verbesserungen an der Karten-App, die Erweiterung für Siri oder die Möglichkeit, Homekit-Geräte auch über die Apple Watch zu steuern.

Die Developer Beta von WatchOS 2 ist ab sofort verfügbar, im Herbst wird das kostenlose Update für alle zum Download stehen.

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