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Napster will digitalen Fingerabdruck

21.04.2001 | 12:33 Uhr |

Die US-Musiktauschbörse Napster will Musiktitel besser vor illegalem Tausch schützen. Hierzu kooperiert man mit dem Softwarehersteller Relatable. Eine Software von Relatable soll den Angaben zufolge Musikdateien anhand ihres Audioinhaltes erkennen.

Die US-Musiktauschbörse Napster will Musiktitel besser vor illegalem Tausch schützen. Deshalb habe man eine Zusammenarbeit mit Relatable, einem Hersteller von Software für "digitale Fingerabdrücke", beschlossen, teilte Napster am Freitag in Redwood City mit. Eine Software von Relatable erkennt den Angaben zufolge Musikdateien anhand ihres Audioinhaltes.

"Wir arbeiten eng mit den Technikern von Relatable zusammen, um deren Technologie mit unserem Filtersystem zu koordinieren", sagte Napster-Chef Hank Barry. Diese Technik des digitalen Fingerabdrucks solle für das neue gebührenpflichtige Napster eingesetzt werden, hieß es weiter. Damit soll die Bezahlung von Künstlern und Plattenfirmen gesichert werden.

Mit einem kostenpflichtigen Vertriebsmodell wollen die Partner Bertelsmann und Napster am 1. Juli starten. Kopieren und Weiterverbreiten der heruntergeladenen Musik soll dann verhindert werden. Eine Richterin in San Francisco hatte der Musiktauschbörse untersagt, über die Napster-Plattform urheberrechtlich geschützte Musiktitel zu verbreiten.

Napster hatte bereits letzte Woche angekündigt, Musik-Dateien nur im Napster-Format ".nap" anzubieten. Dieses Dateiformat solle sich nicht brennen lassen und sei nur zum Abspielen auf dem PC geeignet. (PC-WELT, 21.04.2001, dpa/ hc)

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