124734

Napster weiterhin ungefiltert

05.03.2001 | 16:49 Uhr |

Die Musik-Tauschbörse Napster hat entgegen ihrer Ankündigung noch keine Filter für urheberrechtlich geschützte Songs eingebaut. Nach US-Medienberichten können Musikfans weiterhin ohne Einschränkungen ihre Lieblingstitel herunterladen.

Die Musik-Tauschbörse Napster hat entgegen ihrer Ankündigung noch keine Filter für urheberrechtlich geschützte Songs eingebaut. Nach US-Medienberichten können Musikfans weiterhin ohne Einschränkungen ihre Lieblingstitel herunterladen.

Die Anwälte der Internet-Tauschbörse hatten am Freitag versprochen, noch am Wochenende Filter einzusetzen. Damit will Napster in letzter Minute sein Überleben sichern. Eine Entscheidung eines Berufungsgerichts in San Francisco steht allerdings noch aus.

Doch erwarten Beobachter, dass das Urteil ähnlich hart ausfallen könnte wie im Juli 2000. Damals hatte Richterin Marilyn Hall Patel Napster zur Wahrung der Urheberrechte von Künstlern und Produzenten verpflichtet, was einer Schließung der Tauschbörse gleich gekommen wäre.

Software-Experten bezweifelten unterdessen die Wirkung eines Filters, da zum Beispiel Songs unter anderen Titeln oder mit Rechtschreibfehlern angeboten werden könnten, was ein Software-Programm nicht erfassen könne.

Ab Juli will Napster nach eigenen Angaben eine kostenpflichtige Mitgliedschaft einführen. Musikfans sollen für eine monatliche Gebühr zwischen rund zehn und zwanzig Mark Titel über die Napster-Software bei anderen Mitgliedern herunterladen können. Dabei arbeitet Napster mit dem deutschen Medienkonzern Bertelsmann zusammen. (PC-WELT, 05.03.2001, dpa/ mp)

Napster schränkt MP3-Angebot ein (PC-WELT Online, 03.03.2001)

Napster ab morgen abgeschaltet? (PC-WELT Online, 01.03.2001)

Gnutella keine Gefahr für Napster (PC-WELT Online, 28.02.2001)

Neue Runde im Napster-Streit (PC-WELT Online, 24.02.2001)

Napsters Angebot stößt auf Ablehnung (PC-WELT Online, 22.02.2001)

0 Kommentare zu diesem Artikel
124734