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Napster startet am Freitag in Deutschland

08.12.2005 | 15:48 Uhr |

Der Online-Musikshop Napster wird am Freitag seine Pforten in Deutschland öffnen. Ab diesem Zeitpunkt werden Musikliebhaber die Möglichkeit erhalten, ab 9,95 Euro im Monat eine Musik-Flatrate zu erwerben, die den Zugriff auf alle rund 1,5 Millionen Titel erlaubt.

Mit der 9,95-Euro-Flatrate können Anwendern laut Napster alle vom Unternehmen angebotenen Titel direkt anhören und für bis zu drei Rechner herunterladen. Als Alternative wird noch die Flatrate "Napster to Go" für 14,95 Euro angeboten, bei der zusätzlich die Titel auch auf bis zu zwei tragbare Player übertragen werden dürfen. Bei beiden Flatrates erwerben die Anwender nicht die gewünschten Titel, sondern mieten diese für die Dauer ihres Abonnements. Sobald das Abo gekündigt wird, können auch die Lieder nicht mehr angehört werden. Einmal im Monat verifiziert die Napster-Software, ob eine gültige Lizenz für das Abspielen der Lieder vorliegt.

Zusätzlich wird Napster Deutschland auch die Möglichkeit anbieten, einzelne Songs für 99 Cent oder ganze Musik-Alben für rund 10 Euro zu erwerben. Diese dürfen dann nicht nur herunter geladen, sondern auf Wunsch auch auf CD gebrannt oder auf einem mobilen Player abgelegt werden. Die Zahlung erfolgt direkt über das Internet oder über im Handel erhältliche Guthabenkarten.

Ähnlich wie bereits in den USA und passend zum Weihnachtsgeschäft wird Napster auch in Deutschland Pakete bestehend aus einem Sechs-Monats-Abo inklusive tragbaren Player schnüren.

Insgesamt hat Napster die Preise in den USA 1:1 auf Deutschland übertragen und das "$" durch ein "Euro" ersetzt. Direkt umgerechnet zahlt man hierzulande also etwas mehr für den Dienst, als in den USA (1 Euro = zirka 1,18 US-Dollar).

Für die Nutzung von Napster sind Windows 2000 oder Windows XP Voraussetzung. Auf älteren Betriebssystemen kann der Dienst nicht genutzt werden. Für "Napster to Go" ist der Windows Media Player 10 Pflicht.

Alle Songs sind mittels Microsofts Windows Media Digital Rights Management geschützt und landen beim Anwender als WMA-Datei (Windows Media Audio). Sprich: Wer die Songs auf seinen mobilen Player übertragen möchte, der benötigt ein Gerät, das mit dem Format auch zurecht kommt. Dazu gehören allerdings nicht die Ipods. Apple setzt ein eigenes DRM-System ein und zwingt damit die Käufer, keinen anderen Online-Musikshop außer den eigenen, Itunes, zu nutzen.

Napster Deutschland wird ab Freitag unter www.napster.de erreichbar sein.

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