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Napster schwer unter Beschuss

Die Musikindustrie will Napster jetzt so richtig an den Kragen. Eine Einstweilige Verfügung soll bewirken, dass die MP3-Tauschbörse sofort geschlossen wird. Ihre These: Napster-Anwender kaufen weniger CDs und schädigen dadurch die Industrie.

Die Musikindustrie will Napster jetzt so richtig an den Kragen. Die Recording Industry Association of America (RIAA) und die National Music Publishers Association (NMPA) haben eine Einstweilige Verfügung gegen das Unternehmen beantragt, die erreichen soll, dass die MP3-Tauschbörse sofort geschlossen wird. Sie berufen sich dabei auf eine Studie der Firma Field Research, nach der fast die Hälfte aller Napster-Anwender weniger CDs kaufen als zu der Zeit, als sie den Dienst noch nicht nutzten.

Eine andere Studie habe bereits belegt, dass die Musikindustrie durch die Verbreitung von MP3 in der Nähe von Universitäten Umsatzeinbußen erlitten hat, so die Kläger. Damit sei der Einfluss von Napster auf die Verkaufszahlen nicht länger zu leugnen.

Mehr als 87 Prozent der über die MP3-Tauschbörse verfügbaren Musiktitel verletzen Urheberrrechte, so die von den Klägern zitierte Studie. Unterstützung erhält der Verband pikanterweise von dem Online-Musikanbieter MP3.com, der sich in den vergangenen Monaten ähnliche Vorwürfe gefallen lassen musste wie Napster. (PC-WELT, 14.06.2000, sp)

Musiker helfen MP3-Tauschbörse (PC-WELT Online, 7.6.2000)

Napster sperrt weiter User aus (PC-WELT Online, 29.5.2000)

Umsatzeinbußen durch Napster (PC-WELT Online, 27.5.2000)

Napster und MP3.com lenken ein (PC-WELT Online, 11.5.2000)

Musiker verklagen MP3.com & Co. (PC-WELT Online, 14.4.2000)

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