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Napster muss Angebot reduzieren

12.03.2001 | 16:34 Uhr |

Die Musikindustrie hat dem Unternehmen Napster eine Liste mit 135.000 Titeln gegeben. Diese müssen binnen 72 Stunden aus dem Angebot der Musik-Tauschbörse genommen werden.

Die Musikindustrie hat dem Unternehmen Napster eine Liste mit 135.000 Titeln gegeben, die aus dem bisher kostenlosen Angebot der Internet-Tauschbörse genommen werden müssen. Nach Medienberichten wurde Napster die Aufstellung am Freitagabend US-Westküstenzeit übermittelt.

Eine Bundesrichterin in San Francisco (Kalifornien) hatte in der vergangenen Woche verfügt, dass die Tauschbörse nach Erhalt der Liste binnen 72 Stunden die betreffenden Titel streichen muss. Da das Wochenende nicht mitgerechnet wird, läuft die Frist somit am Mittwochabend ab. Die weltweit größten Plattenfirmen hatten Napster wegen Piraterie verklagt. Sie fordern Schadensersatz, der sich auf mehrere Milliarden Dollar belaufen könnte. Ein Angebot Napsters von einer Milliarde Dollar lehnte die Musikindustrie ab.

Nach eigenen Angaben ist Napster bisher weltweit von 61 Millionen Menschen genutzt worden. Wie die Bertelsmann ECommerce Group, Partner von Napster, mitteilte, soll es ab Sommer ein kostenpflichtiges Angebot geben, das die juristischen Bedingungen erfülle. (PC-WELT, 12.03.2001, dpa/ ml)

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