132028

Napster droht Schließung

11.04.2001 | 12:08 Uhr |

Da die Napster-Filter nur halbherzig arbeiten, droht eine Bundesrichterin in San Francisco der Tauschbörse jetzt mit Schließung. Napster hingegen setzt alles daran, dies abzuwenden.

Eine Bundesrichterin in San Francisco hat der Musiktauschbörse Napster mit der Schließung gedroht, sollte das Internet-Unternehmen den Zugang zu urheberrechtlich geschützten Musiktitel weiter nur halbherzig blockieren.

Die bestehenden Filter seien "erbärmlich", meinte Richterin Marilyn Patel. Vor einem endgültigen Urteil will das Gericht aber noch einen technischen Sachverständigen anhören.

Nach eigenen Angaben hat die Musiktauschbörse bereits 1,7 Millionen Musikdateien gesperrt. Zudem will das Unternehmen Nutzer bestrafen, die die Sperren umgehen und sich geschützte Lieder herunterladen. Die Vereinigung der amerikanischen Musikindustrie (RIAA) wirft Napster vor, dass die meisten urheberrechtlich geschützten Titel weiterhin verfügbar seien. Die Filtersoftware sei nicht ausreichend.

Nach Angaben von Napster ist jeder dritte Angestellte inzwischen mit dem Blockieren der Songs beschäftigt. Die Anstrengungen hätten dazu geführt, das die Nutzer im Durchschnitt nur noch weniger als halb so viele Dateien austauschen wie früher. Dem widersprach das US-Marktforschungsunternehmen Webnoize. (PC-WELT, 11.04.2001, dpa/ ml)

Tausch nur gefiltert (PC-WELT Online, 10.04.2001)

Online-Musikmarkt boomt (PC-WELT Online, 09.04.2001)

Napster lebt (PC-WELT Online, 06.04.2001)

Napster ohne Filter nutzen (PC-WELT Online, 06.04.2001)

0 Kommentare zu diesem Artikel
132028