19.05.2003, 13:31

Panagiotis Kolokythas

Napster bald wieder da: Roxio will Pressplay kaufen

Der Softwarehersteller Roxio will laut US-Medienberichten in Kürze den Online-Musikdienst Pressplay übernehmen. Am Wochenende soll Roxio mit den beiden bisherigen Pressplay-Eigentümern Universal Music und Sony Music den entsprechenden Deal abgeschlossen haben. Roxio wird demnach 30 Millionen US-Dollar in Bar und Aktien auf den Tisch legen, um den Musikdienst zu übernehmen. Als relativ sicher gilt, dass Pressplay nach dem Neustart unter dem Namen "Napster" an den Start gehen wird.
Der SoftwareherstellerRoxiowill laut US-Medienberichten in Kürze den Online-MusikdienstPressplayübernehmen. Am Wochenende soll Roxio mit den beiden bisherigen Pressplay-Eigentümern Universal Music und Sony Music den entsprechenden Deal abgeschlossen haben. Roxio wird demnach 30 Millionen US-Dollar in Bar und Aktien auf den Tisch legen, um den Musikdienst zu übernehmen.
Damit macht der Brennsoftware-Hersteller Roxio einen weiteren großen Schritt hin zur Online-Vermarktung von Musik. Bereits im letzten Jahr hatte das Unternehmen die Rechte an der Mutter aller Tauschbörsen, Napster, erworben. Im Februar hatte Roxio ein Napster-Revival noch für 2003 angekündigt und den Napster-Vater Shawn Fanning als Berater an Bord geholt.
Roxio wird wahrscheinlich Pressplay einen neuen Auftritt verpassen und die Software um Napster-Elemente erweitern. Als relativ sicher gilt, dass Pressplay nach dem Neustart unter dem Namen "Napster" an den Start gehen wird. Obwohl Napster mittlerweile seit rund zwei Jahren nicht mehr existiert, erfreut sich der Name einem hohen Bekanntheitsgrad. Laut einem Bericht der New York Times kennen 98 Prozent aller Befragten einer Umfrage den Namen "Napster": Dagegen konnten nur 12 Prozent etwas mit dem Namen "Pressplay" anfangen.
Pressplay war bisher unter der Leitung seiner bisherigen Eigentümer nicht gerade erfolgreich. Der Dienst zählt derzeit weniger als 50.000 Abonnenten. Diese zahlen monatlich 9,95 US-Dollar für einen unlimitierten, allerdings zeitlich begrenzten Zugang zu rund 300.000 Songs. Für einen unbegrenzten Zugriff auf die Musikstücke werden Extra-Gebühren fällig.
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