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Napster-User in flagranti erwischt

30.11.2000 | 11:52 Uhr |

Letzte Woche hatte der Online-Musikanbieter Emusic.com angekündigt, dem Tausch von Raubkopien mit Napster entgegenwirken zu wollen. Nun hat Emusic.com 1000 Napster-Nutzer beim Tausch geschützter MP3-Dateien erwischt und von Napster die Sperrung der Benutzerkonten gefordert.

Letzte Woche hatte der Online-Musikanbieter Emusic.com angekündigt dem Tausch von Raubkopien mit Napster entgegenwirken zu wollen. Am Mittwoch hat Emusic.com nun eine Liste mit 1000 Namen an Napster übergeben, die nachweislich Musikstücke von Emusic.com getauscht haben.

Emusic.com bietet auf seinen Webseiten mehr als 140.000 legale MP3-Dateien an. Der Nutzer kann nach einer 30tägigen Testphase jedes Album für 9 Dollar (20 Mark) herunterladen, einzelne Titel werden mit einem Dollar (2,30 Mark) berechnet.

Um feststellen zu können, ob eine MP3-Datei von Emusic.com über Napster getauscht wird, hängt Emusic.com an jede auf seinen Seiten angebotene MP3-Datei einen "virtuellen Schwanz" an. Damit ist es möglich, jeden Tausch über Napster nach zu verfolgen.

Emusic.com hat Napster nun aufgefordert, die Benutzerkonten der 1000 Nutzer zu sperren. Bisher gab es allerdings noch keine Reaktion von Napster. Napster selbst hatte in der Vergangenheit erklärt, jeden Account sperren zu wollen, über den nachweislich Raubkopien getauscht wurden. (PC-WELT, 30.11.2000, pk)

PC-WELT Report: Napster und die Alternativen

EMusic gegen Napster (PC-WELT Online, 22.11.2000)

Internet nicht mehr kostenlos? (PC-WELT Online, 10.11.2000)

Napster: Standard- und Premium-Varianten? (PC-WELT Online, 06.11.2000)

Napster-Gebühren: PC-WELT Leser dagegen (PC-WELT Online, 06.11.2000)

Emusic: MP3 für 10 Dollar pro Monat

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