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Napster: Metallica verklagt Unis

14.09.2000 | 16:02 Uhr |

Die Rockband Metallica nimmt sich den nächsten Gegner vor. Der Vorreiter im Kampf gegen den Online-Musiktauschdienst Napster will jetzt US-Universitäten wegen Beihilfe zum Diebstahl verklagen. Wer den Zugang zum Musiktauschdienst Napster nicht auf seinem Server sperrt, soll in schriftlicher Form Stellung nehmen.

Metallica nimmt sich den nächsten Gegner vor. Die Rockband, Vorreiter im Kampf gegen den Online-Musiktauschdienst Napster, will jetzt US-Universitäten wegen Beihilfe zum Diebstahl verklagen. Auch Elite-Universitäten wie Stanford oder Harvard könnten sich vor Gericht wieder finden. Die Hochschulen sollen dem Beispiel anderer Universitäten folgen, die schon im April ins Visier der Napster-Gegner gerieten und daraufhin den Zugang zum Online-Musiktauschdienst auf ihren Servern sperrten. Unwilligen Unis wird bis zum 22. September Zeit gelassen, sich zum Thema zu erklären.

Im Rechtsstreit gegen Napster hat der Tauschdienst vor der Entscheidung am 2. Oktober seine letzte schriftliche Einreichung gemacht. Die Napster-Betreiber werfen der Musikindustrie, Kläger in dem Fall, vor, Schlüsselstellen aus dem entsprechenden Gesetzestext falsch ausgelegt zu haben. Das Urheberrechtsgesetz schütze das kostenlose Herunterladen von Musik. Zudem sei die Musikindustrie nicht an einer gütlichen Einigung interessiert, sondern versuche bloß eine Technologie zu zerschlagen, die sie als Konkurrenz sieht. (PC-WELT, 14.09.2000, meh)

PC-WELT Report: Alternativen zu Napster

Metallica - Radio aus (PC-WELT Online, 30.6.2000)

Anti-Napster-Front (PC-WELT Online, 23.06.2000)

Napster: Vorbereitungen für die nächste Runde (PC-WELT Online, 18.8.2000)

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