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Forscher entwickeln weltweit kleinsten Laser

18.08.2009 | 14:56 Uhr |

Forscher in den USA haben laut eigenen Angaben den bisher kleinsten Laser der Welt entwickelt: Eine Million dieser Laser hätten Platz in einer Blutzelle.

Die Forscher der Purdue University sind der Ansicht, dass die neu entwickelten kleinen Laser dabei helfen könnten, Computer, Bildverarbeitung und andere elektronische Systeme zu beschleunigen, indem künftig Licht statt Elektronen zum Einsatz käme, um Informationen zu verarbeiten.

Den neuen Laser haben die Forscher auf den Namen "SPASER" getauft, weil er eine Form der Radiation generiert, die als Oberflächenplasmonen bezeichnet wird. Die winzig kleinen Laser könnten in Nanophotonic-Schaltkreisen anstelle von Transistoren in elektronischen Bauteilen zum Einsatz kommen. Die Forscher betonen, dass bisherige Laser nicht so weit geschrumpft werden können, um Platz in elektronischen Chips zu haben.

Durch Nanophotonic-Schaltkreise, so die Forscher, könnten eine Reihe von radikalen Fortschritten erreicht werden. So ließen sich mit deren Hilfe Sensoren und Mikroskope entwickeln, die 10mal leistungsfähiger wären, als bisherige Geräte und die sogar DNA sehen könnten.

Die von den Forschern hergestellten Spaser-basierten Nanolaser haben eine Kugelform. Wobei die Kugel einen Durchmesser von 44 Nanometer (1 Nanometer = 70.000-mal dünner als ein menschliches Haar) besitzt. In einer Blutzelle würden 1 Million dieser Laser passen.

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