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Nächster Volvo XC90 bremst vor Fußgängern im Dunklen

05.07.2013 | 11:05 Uhr |

Die nächste Generation des Volvo XC90 soll auch bei Dunkelheit vor Fußgängern bremsen und den Fahrbahnrand auch ohne Markierung erkennen.

Traditionell betont Volvo bei seinen Fahrzeugen die Sicherheit. Sowohl die passive Crashsicherheit als auch die aktive – also die Sicherheitsassistenten. Auf diesem Gebiet liefern sich die Automobil-Hersteller, vor allem die deutsche Unternehmen und eben Volvo, ein ständiges Wettrennen.

Bis der neue Volvo XC90 in den Verkaufsräumen steht, vergeht noch einige Zeit: 2014 soll es soweit sein. Doch der schwedisch-chinesische Automobil-Hersteller gibt schon mal einen Ausblick auf die wichtigsten Neuerungen seines größten Sport Utility Vehicles auf dem Bereich Sicherheitsassistenten:

Fußgänger-Erkennung in der Dunkelheit: Die Kamera des automatischen Notbremsassistenten erkennt auch bei Dunkelheit andere Fahrzeuge, Fußgänger, Fahrradfahrer.

ACC & Co - clevere Sicherheits-Assistenten verhindern Unfälle

Fahrbahnrand- und Begrenzungs-Erkennung mit Lenkeingriff: Eine Funktion, die registriert, ob das Auto von der Straße abkommt und dieses mit einem autonomen Lenkeingriff zurück in die Fahrspur bringt. Das Neue daran ist die Fahrbahnrand-Erkennung auch ohne eine entsprechende Markierung. Das System funktioniert somit auch zum Beispiel auf schmalen Landstraßen.

Stauassistent mit Lenkunterstützung: Die Technik hält das Fahrzeug in der Fahrspur und lässt es im Verkehr mitschwimmen, indem es automatisch dem vorausfahrenden Fahrzeug folgt.

Fahrerassistenzsysteme machen Autofahren sicherer

Notbremsassistent mit Tier-Erkennung: Bei einer drohenden Kollision mit einem großen Wildtier - sowohl bei Tag als auch bei Nacht - bremst der Notbremsassistent automatisch ab und kann so Unfälle vermeiden oder zumindest die Aufprallgeschwindigkeit reduzieren. Dieses System wird aber erst nach der Vorstellung des Volvo XC90 Ende 2014 eingeführt.

Diese Neuerungen auf dem Gebiet der Sicherheitsassistenten sind sicherlich beeindruckend. Ob Volvo mit ihnen im Jahr 2014 aber wirklich lange allein dastehen wird – wie das Unternehmen mit Formulierungen wie „Weltpremiere“ und „weltweit erstmalig“ andeutet - darf bezweifelt werden. Audi, BMW, Mercedes & Co entwickeln ihre Sicherheitsassistenten ebenfalls stetig weiter. BMW bietet bereits jetzt mit Night Vision ein Nachtsichtgerät, dessen Wärmebildkamera Fußgänger bei Dunkelheit erkennt und die Scheinwerfer veranlasst, den Fußgänger anzustrahlen. Den Stauassistenten mit Lenkunterstützung haben verschiedene Hersteller - wie zum Beispiel BMW für seinen neuen X5 - ebenfalls schon angekündigt.

Sicherheit macht Autos schwerer

Ebenso schwierig dürfte die Umsetzung der werbewirksamen Vision 2020 von Volvo werden: „Keine Verletzten oder Tote in einem Volvo“. Volvo führt hierzu aus: „Alle Sicherheits- und Fahrer-Assistenzsysteme werden im Einklang mit der Vision 2020 entwickelt, dass bis zum Jahr 2020 niemand mehr in einem neuen Modell des schwedischen Premium-Herstellers getötet oder verletzt werden soll.“

Dieses erstrebenswerte Ziel tatsächlich zu erreichen, dürfte kaum möglich sein. Bei einer Kollision mit einem LKW sind selbst die stabilsten Fahrgastzellen und die beste Sicherheitstechnologie überfordert. Und auch Frontzusammenstöße mit einem robusten Baum verlaufen nach wie vor ab einer gewissen Geschwindigkeit immer tödlich.

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