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Premiere wechselt Verschlüsselungstechnologie

06.02.2008 | 10:54 Uhr |

Das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Premiere und Hackern geht in eine neue Runde. Nachdem Nagravision, das aktuelle System, geknackt wurde und die Lücke im großen Stil ausgenutzt wird, soll nun eine neue Verschlüsselungstechnik eingesetzt werden.

Der Pay-TV-Sender Premiere wird ab dem 2. Quartal eine neue Smartcard-Generation einführen, die dafür sorgen soll, dass Schwarzseher buchstäblich in die Röhre gucken. Nötig wurde der Umstieg durch eine Sicherheitslücke bei der aktuellen Verschlüsselungstechnologie Nagravision, die mittlerweile im großen Stil mittels präparierter Receiver ausgenutzt wird.

Premiere erklärt in diesem Zusammenhang: " Ein Gutachten, das der TÜV Rheinland im Auftrag von Premiere erstellt und am 5. Februar vorgelegt hat, kommt zu dem Schluss, dass es kriminellen Hackern gelungen ist, mit modifizierten Digital-Receivern Pay-TV-Programme illegal zu empfangen. Die im Ausland hergestellten Receiver werden mittlerweile im größeren Umfang in Deutschland verkauft."

Dies habe dem Unternehmen zufolge seit dem Weihnachtsgeschäft auch direkte Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf, sprich viele Anwender nutzen lieber einen geknackten Receiver, als für das Programm zu zahlen. Bleibt abzuwarten, wie lange es dauert, bis auch die neue Verschlüsselungstechnik ein Opfer der Hacker geworden ist.

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