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Nacktvideos im Web

24.06.2000 | 21:06 Uhr |

Ein US-Bundesgericht hat eine Klage gegen zwei Internet Service Provider wegen Veröffentlichung von heimlichen Nacktvideos im Web zurückgewiesen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters haben die Sportler eines College-Football-Teams der Illinois State University versucht, gegen die amerikanischen Provider PSINet und GTE gerichtlich vorzugehen.

Ein US-Bundesgericht hat die Klage eines College-Football-Teams gegen zwei Internet Service Provider wegen Veröffentlichung von Nacktvideos im Web zurückgewiesen. Informationen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge haben die Sportler der Illinois State University (ISU) versucht, gegen die amerikanischen Provider PSINet und GTE gerichtlich vorzugehen.

Auf verschiedenen Websites, die von diesen ISPs gehostet werden, sollen gegen den Willen der ISU-Footballer zahlreiche Nacktvideos verkauft werden. Die Aufnahmen seien ohne Wissen der betroffenen Studenten mit versteckten Kameras in Toiletten, Duschen und Umkleideräumen gemacht worden. Das Gericht hat die Klage der Uni-Sportler mit der Begründung zurückgewiesen, die Internet-Firmen seien als Service Provider nicht für Inhalte verantwortlich zu machen. Die Sportler wollen nun weitere rechtliche Schritte gegen die Urheber der Videos einleiten.

An über 50 amerikanischen Universitäten sollen dem Bericht zufolge Angestellte von Online-Videounternehmen versteckte Kameras in Sporträumlichkeiten angebracht haben. Es wird davon ausgegangen, dass Nacktaufnahmen von insgesamt 200 Studentinnen und Studenten im Web zirkulieren. (PC-WELT, 23.06.2000, jas)

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