1705519

Nackt-Fotos auf Ebay sollen teurer werden

28.02.2013 | 10:56 Uhr |

Ebay will angeblich die Mindestpreise bei Nackt-Fotos anheben. Zuvor hat es Beschwerden gegeben, weil auch Minderjährige auf den verkauften Fotos abgebildet worden seien.

Wer einen Blick in die Ebay-Kategorie "Antiquitäten & Kunst", "Fotografie & Fotokunst ab 1970", "Akt & Erotik" wirft, findet dort zahlreiche Nackt-Fotos, die meist für wenige Euro pro Bild einen Käufer finden. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet , will Ebay jetzt aber Mindestpreise für die Fotos einführen. So sollen gewerbliche Verkäufer mindestens fünf Euro pro Foto verlangen und private Verkäufer sogar zehn Euro pro Bild. Außerdem habe das Online-Auktionshaus nach Beschwerden, dass sich viele Aktbilder von Minderjährigen unter den Angeboten befänden, und auf einen Hinweis der Süddeutschen Zeitung hin eine Löschaktion durchgeführt. Laut Ebay sollen nach der Löschung von den einst 13.000 Angeboten nun noch 3.500 online sein.

Doch, berichtet die Zeitung, habe der Konzern erst spät auf einzelne Beschwerden von Nutzern reagiert - obwohl Ebay bei eindeutigen Fotos rechtlich dazu verpflichtet sei. Einer Ebay-Sprecherin zufolge sei die Auktion mit den fragwürdigen Bildern schon abgelaufen gewesen und damit nicht mehr über Suchmaschinen auffindbar gewesen. Die Auktionen hätte es aber eigentlich gar nicht geben dürfen, sagt die SZ und untermauert das Gesagte mit einem Zitat aus den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Ebay: "Pornos, Erotikdarstellungen als Bilder oder Fotos, privat erstellte Erotikaufnahmen sind verboten". Ausdrücklich ausgeschlossen sei "jegliche Art von Angebot, das darauf ausgelegt ist, den Betrachter sexuell zu erregen".

Dass sich so viele Käufer finden, die bereit sind für ein Foto zu zahlen, das es so oder so ähnlich zuhauf kostenlos im Internet gibt, spült natürlich nicht nur Geld in die Kassen der Händler. Auch Ebay verdient an jeder Auktion mit.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1705519