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Nachrüstfilter gegen Feinstaub aus Laserdruckern

11.04.2006 | 13:51 Uhr |

Bei Nachrüstfiltern gegen Feinstaub denkt man zunächst an Diesel-Fahrzeuge. Aber auch Laserdrucker belasten die Umwelt mit teilweise giftigen Staubpartikeln. Für dieses Problem gibt es allerdings ebenfalls Filter zum Nachrüsten.

Im letzten Jahr ging ein Gespenst um in Deutschland – das Feinstaub-Gespenst. Eine deutsche Großstadt nach der anderen meldete überschrittene Grenzwerte, die Forderung nach Fahrverboten für "Stinker" und serienmäßigen Partikelfiltern für Diesel-PKW wurde laut, Kommunalpolitiker schmiedeten Pläne, um LKWs aus den Innenstädten zu verbannen. Doch nicht nur Kraftfahrzeuge produzieren Feinstaub, auch Laserdrucker leisten ihren Beitrag zur Umweltbelastung. Für Letztere gibt es seit einiger Zeit Filter zum Nachrüsten.

Dexwet Technology stellt solche Feinstaubfilter zum Nachrüsten her. Das österreichische Unternehmen beruft sich auf eine Studie der Landesgewerbeanstalt in Nürnberg, wonach von Tonern in Laserdruckern eine giftige Feinstaubbelastung ausgehen kann, die die vorgegebenen Grenzwerte überschreitet. Besonders gravierend sei, dass es sich dabei um lungengängigen Feinstaub handelt, der vom Körper großteils nicht ausgeschieden werden könne. Auch zinnorganische Bestandteile finde sich im Staub, der von den Tonern ausgehe.

Dexwet Technology bietet bereits seit einiger Zeit ein nachrüstbares Filtersystem an, mit dem sich die Emission von Toner-Feinstaubpartikeln um bis zu 90 Prozent reduzieren lassen soll. Der Filter wird laut Hersteller am Lüfterausgang des Druckers aufgeklebt. Er soll auf alle gängigen Laserdrucker passen ( Geräteliste ) und den Lüftungsstrom des Druckers nicht behindern.

Das Dexwet-Filtersystem ist in Deutschland ab 49,99 Euro erhältlich, eine Liste der Vertriebspartner finden Sie hier . Dexwet zufolge wurden bisher 50.000 Filter verkauft. Der Nachrüstfilter dürfte besonders für Druckerbesitzer interessant sein, deren Geräte im Wohn- oder Schlafbereich stehen.

Übrigens: Das Nachrüsten älterer Dieselfahrzeuge kommt eher schleppend voran, wie die Süddeutsche Zeitung berichte t.

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