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Anwalt durchleuchtet Windows-7-Lizenzbestimmungen

29.10.2009 | 14:01 Uhr |

Bei den Lizenzbestimmungen von Windows 7 handelt es sich um Allgemeine Geschäftsbedingungen. Der Rechtsanwalt Stephan Mathe hat für unsere Schwesterpublikation Gamestar den vollständigen EULA-Text durchleuchtet.

Stephan Mathé ist Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz und Partner der Hamburger Wirtschafts- und Medienkanzlei Rode + Mathé Rechtsanwälte . Für unsere Schwesterpublikation hat er die Lizenzbestimmungen von Windows 7 unter die Lupe genommen.

Microsoft hat bei seinen Lizenzbestimmungen für Windows 7 dazugelernt und diese rechtlich sicherer formuliert, als dies noch bei Vista der Fall war. Aber auch das aktuelle End User License Agreement (EULA) ist nicht perfekt. Zu diesem Schluss kommt Mathé.

Das erste Problem, so der Anwalt, ist der Zeitpunkt, zu dem das EULA geschlossen werde. "Wenn der Nutzer die Software nicht per Download sondern herkömmlich über den Handel bezieht, ist der rechtliche Vorgang des Kaufvertragsschlusses schon an der Ladenkasse erledigt", so Mathé und fügt hinzu: "Nachträgliche Nutzungsbedingungen, die man bei der Installation durch Mausklick akzeptiert, kommen dann eigentlich zu spät - man hat die Ware ja bereits gekauft."

Laut Angaben des Anwalt ist - wie bereits bei Vista - aus seiner Sicht die Regelung unwirksam, dass der Weiterverkauf der Software nur dem ersten Nutzer erlaubt sein soll. "Hier gilt der sogenannte Erschöpfungsgrundsatz, der einen freien Handel mit einmal verkauften Waren und auch Software gewährleistet", betont Mathé.

Wie sich der Anwalt außerdem über die Lizenzbestimmungen von Windows 7 geäußert hat, lesen Sie in diesem Artikel auf Gamestar.de .

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