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Nachgefragt: Interview mit 1&1 zum DSL-Preiskampf

19.05.2005 | 14:16 Uhr |

Im April ist 1&1 als erster Internetprovider mit einer Flatrate für alle T-DSL-Bandbreiten für unter zehn Euro im Monat vorgeprescht. Wir wollten vom 1&1-Vorstandssprecher Andreas Gauger wissen, wie es zu der Tarifreform kam, der inzwischen viele Mitbewerber gefolgt sind. Außerdem haben wir einige Punkte angesprochen, die wir aus Ihren Leserzuschriften entnommen haben - zum Beispiel Anmerkungen zur Benachteiligung von 1&1-Bestandskunden und zur Änderung der VoIP-Tarife.

PC-WELT: Herr Gauger, Sie haben den deutschen DSL-Markt mit Kampfpreisen ziemlich aufgemischt. Welchen Anlass gab es dazu - schließlich war 1&1 auch schon vorher der zweitgrößte Anbieter von DSL-Tarifen in Deutschland?

A. Gauger: Unsere Preisstruktur war in den Ballungsgebieten mit Netzbetreibern wie Alice, Arcor oder Versatel nicht mehr konkurrenzfähig. Auf diese Wettbewerbssituation haben wir reagiert und gleichzeitig neue Standards gesetzt. So sind unsere Flatrates in ganz Deutschland und nicht nur in bestimmten Ausbaugebieten auf einem sehr niedrigen Preisniveau.

PC-WELT: Wieso können Sie in 22 deutschen Großstädten die Flatrate für drei Euro weniger anbieten als im restlichen Deutschland?

A. Gauger: In diesen Städten können mehr Kunden in den Vermittlungsstellen angeschlossen werden als in anderen Gebieten. Daher sind hier unsere Kosten geringer, was wir durch eine niedrigere Gebühr an den Kunden weiter gegeben.

PC-WELT: Wieso nehmen Sie bei der Flatrate preislich keine Unterscheidung bei der DSL-Bandbreite vor? Haben Sie keine Angst vor Powerusern mit 3-MBit-Anschluss?

A. Gauger: 1&1 will mit leicht verständlichen Tarifen begeistern. Ein einfaches und übersichtliches Tarif-Modell ist zusätzlich für den Kunden leichter zu verstehen. In Zukunft wird es bei DSL-Tarifen keine Bandbreiten-Unterscheidung mehr geben. Unseren neuen DSL-Tarife (1&1 City-Flat und 1&1 Deutschland-Flat) sind Wegweiser in diese Richtung.

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