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Nach der Handy-Pleite: BenQ ist in Geldnot

Nach der Insolvenz des Münchner Handy-Herstellers BenQ Mobile muss nun auch der taiwanische Mutter-Konzern um seine wirtschaftiche Situation fürchten. Der Verlust lag im dritten Quartal bei 293 Millionen Euro, die Pleite soll das Unternehmen mehr als 800 Millionen Euro gekostet haben.

Um BenQ Mobile steht es nicht gut: nachdem der Mutter-Konzern im September den Geldhahn zudrehte und den Münchner Hersteller in die Insolvenz schickte, herrschten zuletzt Gerüchte , dass BenQ ebenfalls in finanziellen Problemen stecken würde, sogar von einer Übernahme durch einen Konkurrenten war die Rede. Allein im dritten Quartal lag der Verlust des taiwanischen Herstellers bei 293 Millionen Euro, wodurch er wirtschaftlich an Schlagkraft verlor.

Allein die Pleite von BenQ Mobile soll den Konzern mehr als 800 Millionen Euro gekostet haben, geplant ist nun die Emission einer Umtauschanleihe auf die Aktien an AU Optronics, an dem die Asiaten mit 9,6 Prozent beteiligt sind. Der Wert der Anteile beläuft sich auf 760 Millionen Euro. Von Kreditgebern erhofft sich BenQ Einnahmen von 140 Millionen Euro.

Die Offensive auf dem deutschen Markt ging für BenQ nach hinten los, seit der Übernahme der ehemaligen Mobilfunk-Sparte von Siemens im Herbst 2005 steht der Konzern, der im Jahre 2001 vom Computer-Hersteller Acer getrennt wurde, in den roten Zahlen. Bereits in der vergangenen Woche teilte eine Sprecherin des Insovlenz-Verwalters von BenQ Mobile mit, dass eine Lösung für den Münchner Hersteller, der in Deutschland etwa 3000 Arbeitsplätze unterhält, noch in diesem Jahr gefunden werde.

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