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Blizzard zieht Pläne zur Deanonymisierung zurück

12.07.2010 | 14:04 Uhr |

Der Spielehersteller Activision Blizzard wollte seine User zwingen in Forenbeiträgen ihre richtigen Namen zu verwenden. Nach heftigen Protesten aus der Gemeinde rudert Blizzard nun zurück.

In den Online-Foren von World of Warcraft (WoW) und StarCraft geht schon mal hoch her. Um so genannte Flame-Wars (mit 'Beleidigungsgefechte' zurückhaltend übersetzt) einzudämmen, hatte Activision Blizzard in der letzten Woche angekündigt, Forenteilnehmer würden künftig ihre "Real ID" benutzen müssen. Doch diese Pläne hat Blizzard zurück gezogen, nachdem es in den Foren heftigen Widerspruch gab.

Die zwangsweise Benutzung der erst kürzlich eingeführten Real ID hätte bedeutet, dass alle Beiträge in den offiziellen Foren mit dem registrierten Vor- und Nachnamen der Spieler gekennzeichnet worden wären. Laut der Ankündigung vom 6. Juli sollte diese Regel kurz vor dem für den 27. Juli geplanten Start von StarCraft II in den Foren der neuen Community-Site eingeführt werden. Die WoW-Foren hätten vor dem Start der dritten WoW-Erweiterung " Cataclysm " nachziehen sollen.

In den Tagen nach dieser Ankündigung haben die Forennutzer auf Battle.net in großer Zahl und Vehemenz gegen Blizzards Deanonymisierungspläne protestiert und dies offenbar mit Erfolg. Bereits am 9. Juli hat Mike Morhaime, CEO und Mitbegründer von Blizzard, auf Battle.net verkündet, die Nutzung der Real ID in den Foren sei auf Eis gelegt.

Man werde dennoch die anderen Verbesserungen an der Website und den neuen Foren umsetzen. Dazu zählen etwa die Möglichkeit Beiträge zu bewerten und bessere Suchfunktionen. Je nach Bewertung sollen Beiträge hervor gehoben werden. Mittels Threads soll es einfacher werden einem oder mehreren Diskussionsfäden zu folgen. Blizzard will mit dem Start von StarCraft II und Cataclysm eine neue Community-Plattform einführen, auf die auch bestehende Foren umziehen sollen.

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