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Nach Mega-Hack: Platzt nun der Verizon-Yahoo-Deal?

23.09.2016 | 09:46 Uhr |

Verizon bereitet eigentlich die Übernahme des Internet-Geschäfts von Yahoo vor. Droht der Deal nun zu platzen?

Ende Juli war bekannt geworden, dass das US-amerikanische Telekommunikationskonzern Verizon den angeschlagenen Internet-Pionier Yahoo für rund 4,8 Milliarden US-Dollar (knapp 4,4 Milliarden Euro) übernehmen will. Nur wenige Wochen später sorgt Yahoo nun weltweit für Schlagzeilen, weil bei einem Hackerangriff über 500 Millionen Nutzerdaten abhanden kamen. Verizon selbst erklärte nun nach Bekanntwerden des Falles, man habe von dem Einbruch bei Yahoo erst in dieser Woche erfahren. Also eigentlich erst zu einem Zeitpunkt, als die ersten Gerüchte im Web ihre Runde machten, ehe Yahoo denn Fall dann Donnerstagabend (deutscher Zeit) öffentlicht bestätigte.

Verizon will nun erstmal die nächsten Schritte überlegen, wie das Unternehmen gegenüber US-Medien erklärte. Bisher habe man noch nicht alle Informationen über den Hack und damit auch noch nicht den Überblick über die gesamten Ausmaße des Falles.

Analysten erwarten nicht, dass Verizon den Deal mit Yahoo nun komplett platzen lässt. Stattdessen könnte Verizon aber vielleicht versuchen, den Preis für die Übernahme des Internet-Geschäfts von Yahoo zu drücken.Immerhin wurde Verizon erst sehr spät über den Fall informiert und kann derzeit auch noch nicht abschätzen, inwieweit die vom Hack betroffenen Nutzer Yahoo und dann letztendlich auch Verizon haftbar machen werden. Denkbar wäre daher auch, dass Verizon den Abschluss des Deals verzögert, um dann doch noch abspringen zu können, falls die Auswirkungen des Hacks enorm kostspielig werden sollten.

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