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Nach DDoS-Angriffen: FBI sucht deutschen Hacker

Das FBI versucht nach den DDoS-Angriffen

Das FBI versucht nach den DDoS-Angriffen (siehe Glossar) der letzten Woche,einen deutschen Hacker aufzuspüren, der im Internet unter dem Namen "Mixter" fungiert. Er hat gegenüber dpa und CNET News eingeräumt,dass er die Programme entwickelt hat, die für die Angriffe benutzt wurden. Er betonte allerdings, dass er in keiner Weise anden Angriffen gegen US-Sites oder an irgendwelchen kriminellen Handlungen beteiligt sei.

"Tatsächlich bin ich aber der einzige Programmierer, der ein in Frage kommendes Angriffsprogramm veröffentlicht hatund dazu steht." Er selbst habe die Software "Tribe Flood Network" (TFN) geschrieben.Das Programm "Stacheldraht", vor dem auch das National Infrastructure Center (NIPC) in Washington gewarnt hatte,stamme allerdings nicht von ihm. Es sei von einem in Deutschland lebenden Programmierer mit dem Pseudonym "Randomizer" entwickelt.

"Mixter" schrieb an die dpa, er sei "weniger im 'Hacking-' als im Sicherheitsumfeld tätig"."In meiner Freizeit beschäftige ich mich damit, Sicherheitslücken und andere mögliche Gefahren im Internet ausfindig zu machen.Die DDoS-Tools habe er nicht erfunden. Er sei 1999 darauf aufmerksam geworden, dass derartige Angriffsprogramme entwickelt und vonAngreifern missbraucht worden seien.

Um zu beweisen, dass man die Attacken ausführen kann, habe er das Programm entworfen und in Sicherheitskreisen veröffentlicht."Damit sich jeder in gleichem Maße vor Sicherheitsschwachstellen schützen kann, ist es für diese Sicherheitsseiten unerlässlich,Informationen und funktionsfähige Angriffswerkzeuge der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen."Im Moment beschäftigt sich Mixter eigenen Angaben zufolge "persönlich" mit der Ermittlung des Angreifers."Wie Sie sich vielleicht vorstellen können, habe ich auch einige Möglichkeiten, das zu tun."

Er helfe dem National Infrastructure Protection Center (NIPC) des FBI. Fragen zu seiner Person ließ Mixter unbeantwortet.Es sei nicht bewiesen, dass die jüngsten Attacken tatsächlich mit seinem Programm gestartet worden sein, so "Mixter".

Nach Berichten der Zeitung DIE WELT ist auch der Hamburger Informatik-Professor Klaus Brunnstein zu der Erkenntnis gelangt,dass nicht TFN, sondern das Programmpaket "Stacheldraht" für die Angriffe verwendet worden sei.(PC-WELT, 14.02.2000, dpa/ tro)

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