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US-Provider sperrt Wikileaks.org

03.12.2010 | 11:02 Uhr |

Der US-Provider von WIkileaks.org hat den Zugang zu der Website gesperrt. Derzeit ist die Website von Wikileaks nur über einen Umweg zu erreichen.

Der US-Provider EveryDNS.net hat den DNS-Zugang zu Wikileaks.org gesperrt. In einem Statement von EveryDNS.net heißt es, man habe den kostenlosen Dienst für Wikileaks.org eingestellt, nachdem gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen worden sei. Konkret ist Wikileaks.org in den vergangenen Tagen Opfer von vielen DDoS-Attacken geworden. Diese Attacken hätten die Stabilität der Infrastruktur von EveryDNS.net beeinträchtigt. Der Dienst werde von über 500.000 Websites genutzt und letztendlich hätten die Attacken auf Wikileaks.org dazu geführt, dass der Zugang zu den anderen Websites beeinträchtigt wurden.

Weiter teilt EveryDNS.net mit, dass Wikileaks.org bereits 24 Stunden vorher über die drohende Sperrung informiert wurde. Die Website von Wikileaks.org sei offline gewesen, weil die Betreiber der Site sich nicht rechtzeitig um einen neuen DNS-Service-Provider gekümmert hätten.

Wikileaks.org ist derzeit weiterhin nicht erreichbar (Stand: 11:11 Uhr). Nur über den Umweg über die Schweiz kann die Website aufgerufen werden. Dazu muss im Adressfeld Wikileaks.ch oder die IP-Adresse 213.251.145.96.

Wikileaks hatte in dieser Woche bereits mehrmals Probleme, seine Website auszuliefern. Nach den Attacken war bekannt geworden, dass Wikileaks Amazon-Server zur Auslieferung nutzte. Nach Protesten von US-Politikern stellte Amazon das Angebot ein und Wikileaks suchte sich Server in Europa.

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