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Nach Akku-Desaster: Sony ernennt Qualitäts-Beauftragten

01.09.2006 | 16:04 Uhr |

In den letzten Tagen mussten Apple und Dell Millionen Notebooks zurückrufen, weil deren Akkus fehlerhaft waren und unter Umständen einen Brand verursachen können. Der eigentlich Schuldige ist aber Sony, denn der japanische Konzern lieferte die hitzköpfigen Akkus. Jetzt hat Sony fast schon staatsmännisch auf das Problem reagiert: Es ernannte einen Qualitätsbeauftragten.

Sony hat auf die Probleme mit seinen Notebook-Akkus reagiert und einen ranghohen Mitarbeiter zum Qualitätsbeauftragten ernannt.

Einer der Unternehmenspräsidenten von Sony soll künftig für den Bereich Produktqualität und -Sicherheit zuständig sein. Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte nimmt ein solch ranghoher Manager diese bisher anscheinend vernachlässigte Position ein.

Konkret handelt es sich um Makoto Kogure. Kogure verantwortete bisher die TV-Sparte von Sony. Sony betont, dass Kogure kein reiner "Akku-Beauftragter" sei, sondern sich insgesamt um Produktqualität und -Sicherheit kümmern solle.

Sony hatte Lithium-Ionen-Akkus unter anderem an Dell und Apple geliefert. Beide Hersteller mussten Millionen von Notebook-Batterien wegen Überhitzungs- und Feuergefahr zurückrufen. Bei Dell waren 4,1 Millionen Geräte, bei Apple 1,8 Millionen Notebooks betroffen.

Die Japaner rechnen wegen der Rückrufaktionen mit einem Millionenschaden. Die Kosten dürften sich zwischen 20 und 30 Milliarden Yen - etwa 135 bis 200 Millionen Euro - bewegen. Weitere Rückrufe seien laut Sony derzeit nicht zu erwarten.

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