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Auf dem Handy unterwegs Videos vom PC abspielen

In Japan wachsen Mobilfunk und der heimische PC zusammen. NTT Docomo start am 6. Juni den Service Pocket U. Damit können die Kunden auf dem Handy ihre Videos, Musik, Fotos und Texte verwenden, die sie zu Hause auf dem Computer gespeichert haben. Dafür wird ein virtuelles privates Netzwerk zwischen beiden Geräten über das Handynetz aufgebaut.

Der Mobilfunkanbieter NTT Docomo startet am 6. Juni seinen neuen Service Pocket U in Japan. Damit können die Kunden auf dem Handy ihre Videos, Musik, Fotos oder Texte verwenden, die sie zu Hause auf dem PC gespeichert haben. Auf dem Computer muss dafür die Spezialsoftware Pocket U Soft installiert werden und er muss ständig eingeschaltet sein. Die Handys greifen mit dem Browser über das Mobilfunknetz auf die gespeicherten Dateien zu.

Die Videos werden über den Service i-motion von NTT Docomo abgespielt. Er ist Teil des in Japan seit vielen Jahren erfolgreichen Mobilfunk-Standards i-mode, von dem E-Plus sich im April endgültig verabschieden musste, weil er in Deutschland kaum Nutzer fand. Für die Verbindung zum PC stellen die Handys von NTT Docomo ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) her. So soll verhindert werden, dass ein fremder Nutzer ohne Autorisierung an die privaten Dateien über das Mobilfunknetz herankommt.

NTT Docomo hat angekündigt, dass der Service um weitere Funktionen erweitert werden soll, die mit späteren Updates der Handy-Software installiert werden. Schon bald sollen die Nutzer auch Fernsehsendungen auf ihrem Handy anschauen können, die ihr Festplatten-Videorekorder zu Hause aufgezeichnet hat. Die Experten der englischsprachigen Nachrichtenwebsite Wireless Watch Japan sehen den neuen Service als perfektes Beispiel dafür, wie Festnetz und Mobilfunk zusammenwachsen. Außerdem sei er ein weiterer Kaufanreiz für die wenigen Mobilfunknutzer in Japan, die bisher noch keine Flatrate für Daten gebucht haben.

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