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NTT DoCoMo investiert in mobile Softwareplattformen

04.04.2006 | 16:22 Uhr |

Ob NTT DoCoMo einen "Masterplan" hat, kann wohl niemand erschöpfend beantworten. Eine Strategie scheint aber definitiv klar: der japanische Branchenprimus und erfolgreichste Netzbetreiber der Welt versucht stets, durch externes Wachstum seine Ziele schneller zu erreichen. Neben dem Engagement auf dem Hardwaremarkt und umfangreichen Kooperationen mit Sharp, Fujitsu, Sony und NEC suchte NTT DoCoMo schon immer sein Glück in mobilen Services wie iMode oder FeliCa bzw. in der Verwendung alternativer Betriebssysteme. Nachdem bei der letzten Produktpalette alternative Betriebssysteme wie Linux und Symbian eine entscheidende Rolle spielten, weist eine Ankündigung vom heutigen Tage darauf hin, dass NTT DoCoMo seinen Blick auch auf kommerzielle Systeme wirft.





Der Konzern kündigte an, bis zum 20.Dezember 2005 sein finanzielles Engagement an der Softwarefirma Access um etwa 4% auf 11,6% erhöhen zu wollen. Access hat erst vor zwei Monaten die Akquisition von PalmSource abgeschlossen und sich damit Rechte und Quellen des beliebten aber krisengeschüttelten PDA-Betriebssystems PalmOS gesichert. Unter anderem stellt Access mit seinem Produkt NetFront auch einen Browser her, der auf vielen Smartphones und Handys des Netzbetreibers Verwendung findet.

Gleichzeitig investiert NTT DoCoMo in alternative Plattformen für mobile Software. So will man ebenfalls bis Mitte Dezember fast 18% aller Anteile am Plattform-Spezialisten Aplix übernehmen. Aplix zeichnet verantwortlich für mobile Java Runtime Environments, unter anderem für die extrem verbreitete Java Engine JBlend, die in fast allen Samsung- und Motorola-Handys ihren Dienst verrichtet.

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