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NSA will Millionen PCs mit Schädlingen infizieren

13.03.2014 | 10:12 Uhr |

Die NSA verfolgt mit der Technologie TURBINE Pläne, Millionen von Rechner automatisiert anzugreifen und mit Malware zu infizieren. Die Rechner könnten dann ausgespäht werden.

Die investigative Website "The Intercept" der Enthüllungsjournalisten Glenn Greenwald und Ryan Gallagher hat neue geheime NSA-Dokumente analysiert , die von NSA-Whistleblower Edward Snowden stammen. Laut diesen Dokumenten verfolgt die NSA die Pläne, mittels einer "TURBINE" genannten Technologie Millionen von Rechner mit einer automatisierten Hackerattacke anzugreifen. Bei diesem Angriff könnte Malware auf den angegriffenen Rechnern installiert werden, die dann dabei helfe, die Nutzer der Rechner komplett auszuspähen.

In dem Bericht ist von einer neuen "bahnbrechenden Überwachungstechnologie" die Rede, weil die vollkommen automatisiert ablaufen könnte und damit die Anzahl der für die Durchführung benötigten Personen minimiert werde. Die Attacken auf die Rechner der User könnten direkt von der NSA-Hauptzentrale in Fort Meade (Maryland) oder von Zweigstellen in Großbritannien oder Japan durchgeführt werden. Der britische Geheimdienst GCHQ habe eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Technologie gespielt. Die Besonderheit sei, dass die auszuspähenden Rechner nicht einzeln und direkt angegriffen werden müssen, sondern auf einen Schlag Millionen von Rechner attackiert werden.

Die Attacke könnte etwa über gefälschte Facebook-Server erfolgen, die quasi als Sprungbrett dienten, um die User erst anzulocken und dann deren Rechner mit Schadsoftware zu infizieren. Es seien aber auch Attacken via Spam-Mails möglich. Oder indem vom User zum Download angeforderte Dateien zunächst manipuliert und erst dann ausgeliefert werden. Die auf den Rechnern installierte Schadsoftware erlaube die vollständige Ausspähung der Nutzer. Inklusive der Aufzeichnung von Ton und Videos via an den Rechnern angeschlossenen Webcams und Mikrofonen.

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