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NSA verteidigt Angriffe auf Tor-Netzwerk

08.10.2013 | 05:03 Uhr |

Der US-Geheimdienst NSA rechtfertigt seine Versuche, das anonyme Tor-Netzwerk zu knacken.

In der vergangenen Woche wurden über Geheimdokumente des Whistleblowers Edward Snowden Details zu den Angriffsversuchen der NSA auf das Tor-Netzwerk enthüllt. Der US-Geheimdienst hatte demnach in der Vergangenheit vermehrt versucht, anonyme Nutzer zu identifizieren. Gelungen sei dieses Vorhaben jedoch nur in Einzelfällen. Die Identifizierung aller Nutzer sei aber schlichtweg unmöglich.

Der US-Geheimdienstkoordinator James Clapper hat über Tumblr Stellung zu den Berichten bezogen. Die Angriffsversuche räumt Clapper dabei offen ein. Die NSA wolle dabei jedoch nicht unbescholtene Bürger ausspionieren, sondern verweist auf die Tatsache, dass der „Gegner“ mit diesen Werkzeugen Angriffe vorbereite. Weiterhin sei man nur an Kommunikation interessiert, die in den Zuständigkeitsbereich der Spionageabwehr und der Auslandsgeheimdienste falle. US-amerikanische Internet-Nutzer mag diese Aussage zwar beruhigen, europäische Tor-Mitglieder sind jedoch auch weiterhin Ziel der US-Ermittlungen.

NSA liest verschlüsselte SSL-Verbindungen mit

Clapper kritisiert weiterhin die Medien, die mit ihrer Berichterstattung nicht ausreichend auf die Schutz-Aspekte der NSA-Aktionen eingehen würden. Die Gegner des Landes würden für ihre Aktivitäten leider die sozialen Netzwerke und Verschlüsselungssoftware nutzen, die auch bei der Bevölkerung täglich zum Einsatz komme. Aus diesem Grund sei eine Überwachung dieser Plattformen unumgänglich.

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