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NSA späht Verdächtige über Google-Cookies aus

11.12.2013 | 18:31 Uhr |

Durch Google-Cookies hat der US-Geheimdienst NSA offenbar Daten über Internetnutzer gesammelt.

Internetnutzer werden schon lange von Cookies verfolgt . Die Werbeindustrie weiß dadurch genau, welche Seiten besucht wurden und welche Produkte interessant sein könnten. Doch nicht nur Unternehmen sammeln auf diese Weise Daten, auch der US-Geheimdienst NSA soll sich die Verfolgungsmöglichkeit durch Cookies von Google zunutze gemacht haben.

Die Washington Post berichtet, dass sich in den Dokumenten des ehemaligen Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden Hinweise auf ein solches Vorgehen finden. So hätte die NSA Cookies dazu genutzt, um den aktuellen Aufenthaltsort einer verdächtigen Person auszumachen. Daneben sei das Surfverhalten überwacht worden, um auf diese Weise gezielt mit Schadsoftware gegen Verdächtige vorzugehen. Google wollte den Vorwurf bislang nicht kommentieren.

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Inwieweit die NSA für derartige Vorgehensweisen hierzulande belangt werden kann, bleibt fraglich. Die Bundesanwaltschaft hat nach eigenen Angaben in einer Vorprüfung keine konkreten Anhaltspunkte ausmachen können, um den US-Geheimdienst NSA eine gezielte Überwachung deutscher Telefone oder Computer nachweisen zu können.

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