1944039

Enthüllung: NSA-Wanzen in neuen Routern?

13.05.2014 | 14:53 Uhr |

Auf ihrem Weg zum Kunden kommen die neuen Router ins NSA-Quartier, um dort mit Abhörmechanismen ausgestattet zu werden, berichtet der Guardian.

Wie der Guardian unter Berufung auf Glenn Greenwald mitteilt , soll die NSA heimlich Wanzen in US-Server einbauen, die nach Übersee verkauft werden. Aus einem NSA-Report aus dem Jahr 2010 gehe sehr deutlich hervor, dass die NSA routinemäßig Router und Server und anderes Netzwerk-Equipment erhalte, bevor es die USA verlässt. Vor dem Verschiffung soll die NSA Abhörmechanismen in die Geräte integrieren, berichtet der Guardian. Daraufhin werden die Geräte wieder verpackt und versiegelt. Auf diese Weise sollen die Spione Zugang zu ganzen Netzwerken samt aller Nutzer bekommen.

Wie genau die NSA Router und Server manipuliert, wird nicht ersichtlich. Denkbar wäre das Aufspielen einer überarbeiteten Firmware. Oder das Hinzufügen einer Wanze auf der Platine oder versteckt an anderer Stelle unter dem Gehäuse. In beiden Fällen müssen die Schlapphüte geschickt vorgehen, da engagierte Bastler die Fremdkörper sonst allzu schnell entdecken und im Internet publik machen können.

Die US-Regierung selbst wettert übrigens gegen solche Praktiken. Ende 2012 sahen sich die chinesischen Unternehmen ZTE und Huawei von US-Abgeordneten mit Spionage-Vorwürfen konfrontiert . Nach einigem Hin und Her kündigte der CEO von Huawei damals an, den US-Markt verlassen zu wollen. Wenn sein Unternehmen zwischen den Beziehungen von China und den USA stünde, sei es die Sache nicht wert, sagte er damals.

Ganz neu ist das Gerücht um den NSA-Zugriff auf frische Hardware nicht - schon Ende 2013 kam heraus, dass die Spione angeblich Abhörsoftware auf neuen PCs installieren sollen, bevor diese ausgeliefert werden.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1944039