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NSA fordert angeblich Master-Key für SSL-Verschlüsselungen

25.07.2013 | 18:55 Uhr |

Trotz Prism-Skandal fordern die US-Geheimdienste nun offenbar von Internet-Unternehmen die für SSL-Datenverbindungen notwendigen Hauptschlüssel.

Das Nachrichtenmagazin cnet will erfahren haben, dass US-Behörden bereits große Internet-Firmen dazu aufgefordert hätten, ihre Master-Keys für verschlüsselte Verbindungen auszuhändigen. Zwar wollen weder Microsoft noch Google Stellung zu den Behauptungen der anonymen Quelle beziehen, die Herausgabe der SSL-Schlüssel sei jedoch nicht vorgesehen. Facebook hätte keine derartige Anfrage erhalten und würde sich gegen derartige Forderungen nach eigenen Angaben rechtlich zur Wehr setzen.

Über SSL (Secure Sockets Layer) lassen sich Daten zwischen zwei Clients verschlüsselt übertragen. Die Technologie kommt beispielsweise beim Online-Banking oder in unzähligen Internet-Shops zum Einsatz. Für den Nutzer erkennbar wird SSL je nach Browser durch die Anzeige eines Schloss-Symbols.

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Genau diese abhörsichere Kommunikation scheint CIA, NSA und FBI nun ein Dorn im Auge zu sein. Ob die Herausgabe der Master-Keys allerdings rechtlich durchsetzbar wäre, bleibt fraglich. Zudem werden viele Informationen trotz SSL-Verbindung auf den jeweiligen Servern unverschlüsselt abgelegt. Hier könnte sich für die US-Behörden also eine alternative Zugriffsmöglichkeit bieten.

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