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NSA filzt täglich Millionen Bilder

02.06.2014 | 17:07 Uhr |

Der US-Geheimdienst NSA fängt täglich Millionen Bilder aus Emails, sozialen Netzwerken und Videokonferenzen ab, um sie per Gesichtserkennung auszuwerten.

Die New York Times hat in dieser Woche neue Details zu den Geheimunterlagen aus dem Fundus von Whistleblower Edward Snowden veröffentlicht. Diese geben weiteren Aufschluss über die Machenschaften des US-Geheimdienstes NSA. Die Behörde fängt demzufolge täglich mehrere Millionen Bilder aus Textnachrichten, Emails, Videokonferenzen oder auch sozialen Medien ab.

Rund 55.000 Fotos, welche von der NSA täglich gespeichert werden, haben laut der Behörde „Gesichtserkennungsqualität“. Diese Bilder werden dann in eine Gesichtserkennungssoftware eingespeist, wobei der Geheimdienst per biografischer und biometrischer Analyse nach nachrichtendienstlichen Zielen sucht.

Enthüllung: NSA-Wanzen in neuen Routern?

Um ein solches Ziel eindeutig identifizieren zu können, werden mehrere Bilder gesammelt und weitere Spuren im Internet verfolgt. Wie viele Bilder die NSA inzwischen auf ihren Server horten konnte, ist unklar. Ein Großteil der Geheimdokumente stammt aus dem Jahr 2010. Obwohl Gesichtserkennungssoftware in den USA nicht verboten ist, ist deren Einsatz doch stark umstritten.

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